Endrundenteilnahme schon ein großer Erfolg
DSV-Pokal, Ju C: Kleiner Blick der Fortunen in Richtung Bronzemedaille
Auerbach. Egal, was als Ergebnis herausspringt,
die C-Jugend-Wasserballer von Fortuna Auerbach schlagen am Wochenende ein neues Kapitel in der Geschichte ihres Vereins auf: Sie starten als erste Nachwuchsmannschaft aus dem Freistaat Sachsen in der Endrunde des Deutschen Schwimmverbands-Pokals (DSV), der deutschlandweit in der 4. Auflage, diesmal mit der Endrunde im westfälischen Brambauer einen Ortsteil der Stadt Lünen , seinen Abschluss findet.
Bei diesem deutschlandweiten Wettbewerb treffen nun, nachdem Auerbach nach einem 16:7 über Georgsmarienhütte die Vorrunde überstanden hat, die besten vier Pokalmannschaften aufeinander. Das sind neben den Fortunen aus der Drei-Türme-Stadt Auerbach solche Vereine mit den klangvollen Wasserballnamen wie Bayer 08 Uerdingen, mehrfacher Deutscher Meister in der Jugend C, die SG 98/Waspo aus Hannover, vierfacher Deutscher Meister in Jugend C und D sowie der SV Brambauer mit mehreren aktuellen C-III-Nationlaspielern der U 16 in seinen Reihen.
Für die jungen Vogtländer um Trainer Ralf Fischbach/Tino Ressel ist das das Erreichen dieser Endrunde schon ein kleines sportliches Wunder, denn während alle drei anderen Vereine aus absoluten Leistungszentren in Nordthein-Westfalen und Niedersachsen kommen, allesamt mit ihren ersten Männer- und teilweise auch Frauenmannschaften in den jeweiligen Deutschen Wasserball-Ligen vertreten sind, mehrere Tausend Vereinsmitglieder haben und große Vereinsbäder betreiben und so für ihre Sportler täglich früh und nachmittag Training anbieten können, ist bei Fortuna Auerbach mit seinen knapp 100 Mitgliedern und eben keinem Vereinsbad ganz klar “Schmalhans Küchenmeister”.
„Natürlich sind wir klarer Außenseiter, viele Spieler unserer Gegnerschaft werden nicht einmal wissen, wo unsere vogtländische Stadt Auerbach liegt – aber rmöglicherweise ist das auch unsere Chance, dass man uns unterschätzt, und wir doch ein kleines Wunder vollbringen können – und wenn nicht, dann ist es auch nicht schlimm“, hofft Trainer Ralf Fischbach im Stillen, nach dem Motto: „Wer uns nicht kennt, unterschätzt uns zumindest ein bisschen“. Trotzdem ist natürlich ein ungleicher Wettbewerb, denn die Auerbacher trainieren im Minibecken in Dorfstadt (17 x 5 Meter und 1,50 Meter tief), während alle anderen große 50-Meter-Schwimmhallen und Freibäder haben und auch am Wochenende wird auf einem 30 x 20-Meter-Spielfeld (2,0 Meter tief) gespielt werden.
Auerbach trifft im ersten Spiel am Sonnabend ab 19.45 Uhr im Warmbad Brambauer auf NRW-Pokalsieger Brambauer. Eine Niederlage mit weniger als 20 Toren Differenz ist da das Ziel der Fortunen, da man den Gastgeber nicht kennt und der allgemein als die derzeit stärkste Vereinsmannschaft in Deutschland neben Hannover eingeschätzt wird.
Verlieren die Auerbacher, treffen sie am Sonntag ab 10 Uhr im Spiel um Platz 3 auf den Verlierer der Partie Hannover (Topfavorit 2) und Bayer Uerdingen. Auch da sprechen die Experten von eine klaren Sache für Hannover. „Deswegen wollen wir im Spiel um Platz 3 am Sonntag die Gunst der Stunde nutzen und versuchen, mit der Bronzemedaille nach Hause zu kommen – alles andere sind unrealistische Hirngespinste“, so Trainer Fischbach.
Und selbst da müssen die Fortunen, die in Bestbesetzung anreisen wollen, einen sehr guten Tag erwischen, wenn man möglicherweise Uerdingen (oder vielleicht doch Hannover) in die Knie zwingen will, da diese bisher keine so starke Saison gespielt haben sollen. Doch zwischen dem duchgängig hohem NRW-Niveau und dem Sächsischen sind sicher nicht nur einnige Nuancen sondern einige Meter Unterschied. (fira)


















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