Rafael Aguilar: Zu kurze Vorbereitungszeit von nur einem Tag
Weltliga, Männer: Deutschland mogen um 20 Uhr gegen Spanien

Florian Naroska (w. Kappe) hofft auch , wie hier gegen die USA, auf ein erfolgreiches Weltligaspiel morgen in Duisburg gegen Spanien
Duisburg. Das Deutsche Wasserball-Nationalteam kann für das am Dienstag anstehende Weltliga-Match gegen Spanien aus dem Vollen schöpfen. Nach dem Spitzenspiel in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) Wasserfreunde Spandau gegen ASC Duisburg, das am Sonnabend in der Schöneberger Schwimmhalle 12:7 für die Spandauer endete, sind alle nominierten Nationalspieler wohlbehalten und ohne größere Blessuren am Montag in der Residenz Uhlenhorst, dem Mannschaftsquartier beider Teams in Mülheim an der Ruhr, eingetroffen und können sich seit gestern in aller Ruhe vorbereiten.
„Die volle Durchschlagskraft unseres Teams ist für das entscheidende Match um Rang 2 in der Vorrundengruppe der Weltliga auch von Nöten“, stellt Team-Manager Michael Zellmer zufrieden fest, „da das spanische Team im Gegensatz zum Hinspiel in Barcelona insgesamt neun Spieler des letztjährigen Olympiateams im Kader hat.“
Auf der Pressekonferenz im Vereinsheim des Ausirchters Duisburger SV 98 blieb der spanische Coach Rafael Aguilar zurückhaltend: „Die kurze Vorbereitungszeit von lediglich einem Tag für die Weltliga-Matches ist für mich eine neue Herausforderung, da mir wenig Möglichkeiten bleiben, mein taktisches Konzept hundertprozentig mit dem Team einzustudieren. Ich erwarte wie im Hinspiel ein ausgeglichenes und spannendes Match, bei dem die geringere Anzahl von Fehlern den Ausschlag für den Sieg geben wird.“
Bundestrainer Hagen Stamm äußerte sich hingegen sehr positiv zum neuen Weltliga-Modus, „Die regelmäßigen Spiele im Kreise meiner Nationalspieler finde ich sehr angenehm und sie geben mir die Chance, einem großen Kreis von Spielern internationale Spielpraxis zu ermöglichen. Besonders freue ich mich hier in Duisburg nun auch die alten Recken Tobias Kreuzmann und Heiko Nossek dabei zu haben.“
Stamm nimmt seinem Team aber den Sieges-Druck und spielt dem amtierenden WM-Dritten die Favoritenrolle zu. „ Wir wollen versuchen die Spanier ähnlich wie im Hinspiel (7:8) zu fordern und schauen, was dann alles möglich ist.“ Lokalmatador Tobias Kreuzmann vom ASC Duisburg sieht das Match mit besonderer Vorfreude: „Für mich als Duisburger Eigengewächs ist es toll, bei der Länderspiel-Premiere im Schwimmstadion dabei zu sein. Ich finde es erfreulich, dass der diesjährige Umbruch und die Integration neuer, junger Spieler ins Nationalteam so gut laufen und habe wieder viel Spaß, im Kreise des Teams zu sein.“
Beide Teams haben in Duisburg im Rahmen von zwei Trainingseinheiten heute und Dienstagmittag noch einmal die Möglichkeit, sich an die örtlichen Gegebenheiten des Duisburger Schwimmstadions zu gewöhnen, bevor es am Dienstag um 20 Uhr ernst wird.
Team Deutschland
Tor: Tim-Ole Fischer (ASC Duisburg), Roger Kong (Wfr. Spandau 04) – Florian Naroska, Marko Savic, Marko Stamm, Marc Politze, Tobias Preuss, Moritz Oeler, Andreas Schlotterbeck (alle Wfr. Spandau 04), Tobias Kruezmann, Julian Real, Paul Schüler (alle ASC Duisburg), Heiko Nossek (RN Sori). Trainer: Hagen Stamm
Team Spanien
Tor: Inaki Aguilar, Daniel Lopez – Spieler: David Martin, Marc Minguell, Blai Mallarach, Guillermo Molinar, Felipe Perrone, Ivan Gallego, Ricardo Perrone, Albert Espanol, Adria Sanz, Ivan Perez, Xavier Garcia. Trainer: Rafael Aguilar


















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