Von fünf winkt zwei Teams die Vorrunde im deutschen Pokal
Ostdeutscher Pokal, Ju C: In Magdeburger Dynamo-Halle gehts rund
Vogtland. Für die Jungs der C-Jugend des SVV Plauen mit dem Trainertrio Felix Üblacker/Ralf Fischbach/Torsten Schmidt geht es am Wochenende erneut um sehr viel. Als sächsischer Landespokalsieger starten die Vogtländer bei der Endrunde des Ostdeutschen Pokals in Magdeburg. Es ist erst das dritte Mal überhaupt, dass ein Team aus dem Vogtland und ganz Sachsen, die Pokalhürden überspringen konnte. Im 50-Meter-„Dynamohalle“ geht es für die jungen Vogtländer dabei gegen gleich drei Pokalgewinner der ostdeutschen Länder. Zudem starte noch der SC Chemnitz.
So den OSC Potsdam (Land Brandenburg), die Wasserfreunde Spandau 04 Berlin (Land Berlin), die SG Wasserball WUM Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und da der Thüringer Verband verzichtete und im Vorjahr Fortuna Auerbach bei seinem zweiten Pokalstart überraschend den Ostdeutschen Pokal gewonnen hatte, konnte der SC Chemnitz als zweiter Sachsenvertreter beim Kampf um den „Pott“ nachrücken.
Nimmt man die Ergebnissen von vor zwei Wochen bei der Qualifikation zur Ostdeutschen Meisterschafts-Endrunde zur Grundlage, stehen die Chancen für die Vogtländer gut, ein kleines Wort bei der Vergabe des Ostdeutschen Pokals mitreden zu können. Zumal sie in Magdeburg Gruppensieger werden konnten und sich so auch vorfristig für die DM-Vorrunde qualifizieren konnten.
Doch Pokal und Meisterschaft sind zwei Paar Schuhe: „Wenn wir aber konzentriert in der Abwehr spielen, sollten wir eine Chance zumindest auf Platz zwei haben“, glaubt Trainer Felix Üblacker. Das wären die Plätze (1 und 2), die das Team bräuchte, sich für den Deutschen Pokal (Vorrunde) qualifizieren zu können.
Und da hätte Plauens Wasserballwart Steven Fischer ein Bonbon in der Tasche: „Wenn die Jungs das schaffen, wird die Vorrunde des Deutschen Pokals in Plauen ausgerichtet“, verspricht er. Trainer Ralf Fischbach macht aber deutlich: „Der Pokal hat eigene Gesetze – Favorit ist für mich Spandau 04 Berlin, und auch den OSC Potsdam und Magdeburg gilt es ganz ernst zu nehmen.“ Zumal jedes Team an zwei Tagen gleich je zwei, also vier Spiele insgesamt absolvieren muss. Da wird es eine Frage der Kraft sein.
Auch der andere Gruppensieger, die Wasserfreunde Spandau 04 Berlin, werden sicher bei der ostdeutschen Pokalvergabe ein Wörtchen mitreden wollen. Trainerin Sabine Kleine drücken etwas die Sorgen, vier Stammspieler sind derzeit erkrankt. Da muss man abwarten, wer am Wochenende für die Wasserfreunde spielfähig sein wird. Aber gut sind sie auch ohne Vier.
Auch der Spielplan mit einer nur einstündigen Pause zwischen zwei wichtigen Spielen am Sonnabend, Spiel 1 gegen Potsdam, Spiel drei gegen die Vogtländer aus Plauen, macht aus ihrer Sicht die Sache nicht einfacher. Trotzdem ist Kleine zuversichtlich: ” Wir haben sehr gut trainiert und wollen uns zunächst für die Deutsche Pokal-Vorrunde und dann für die Endrunde qualifizieren. Wie das gelingen kann, werden wir in den nächsten sieben Wochen selbst entscheiden.” Um den zweiten Platz, der die Qualifikation zum deutschen Pokal bedeutet, streiten sich Plauen, Magdeburg und Potsdam.
Aber auch Gastgeber Magdeburg sieht sich in seiner Halle nicht als Kanonenfutter. „Die Jungs sind heiß auf den Erfolg“, weis das Trainerduo Bott/Schlanstedt zu berichten, wenn es im heimischen „Dynamo Bad“ um den Pott geht. Auch die WUM-Wasserballer wollen ein gewichtiges Wort der Vergabe des Pokals mitreden. Definitiv fehlen wirdTommy Mylius der Mannschaft fehlen und auch hinter Torwart Steven Piotrowski steht auch noch ein dickes Fragezeichen, da er zur Zeit mit Fieber erkrankt ist, also auch nicht trainieren kann. Im Notfall könnte er so ins “kalte Wasser” geschickt werden.
Plauen hat (bisher) alle Mann an Deck, aber Mike Bielefeld und Moritz Lott waren krank und konnten nicht trainieren, Paul Kober schwächelte mental. Aber: Generell liegt den Vogtländern die 50-MeterHalle. Im Vorjahr war Trainer Fischbach beim Sensationssieg der Fortunen, ebenfalls in Magdeburg an gleicher Stelle dabei, und kann seine Erfahrung mit einbringen. Nun hoffen innerlich alle, dass die Plauener in Sachsen-Anhalt ein ähnliches Pokal-Kunststück schaffen können.
Ja und bei Potsdam? Auch da muss man mit allen rechnen: Auf alle Fälle müssen die wohl ganz auf ihre Trainer Jacob Drachenberg und Philipp Uhlig verzichten, weil die wohl zeitgleich auf den Weg nach Hamburg (DWL) sind. Da dürfte der erfahrene Harry Vollbert am Becken stehen. Aber abschreiben, dass darf man sie deswegen auf keinen Fall. Potsdam ist gerade im Pokal immer für eine Überraschung gut, sowie im Vorjahr wo sie als einzige Fortuna Auerbach 8:7 bezwangen, und sich die Vogtländer nach Siegen gegen Magdeburg, Spandauund Neukölln den Pokal sicherten und im DSV-Pokal Bronze in den Osten holten.
Außenseiter ist Chemnitz, die wohl wieder überwiegend mit Spielern des D-Jugend-Jahrgangs (96/97) an den Start gehen.


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