Ost-Pokal: Jeder sieht den anderen als großen Favorit
Halbfinale 1: SVV Plauen reist an den Brauhausberg nach Potsdam

Alexander Höhle (weiße Kappe) aus Plauen kann sich hier gleich gegen drei Hallenser Spieler durchsetzen. Am Ende gewann Plauen das Viertelfinale gegen Halle mit 18:5. Foto: Ralf Fischbach
Plauen/Potsdam. Am morgigen Sonnabend kämpft die erste Männermannschaft des SVV Plauen um den Einzug in das Finale des Ostdeutschen Wasserballpokals. Dazu müssen die Schützlinge von Trainer Jörg Neubauer in Potsdam antreten, wo die Partie gegen die zweite Mannschaft der Brandenburger um 18 Uhr in der Schwimmhalle am “Brauhausberg” in der Landeshauptstadt Potsdam angepfiffen wird. Der Gegner der Plauener ist die Reservemannschaft des Wasserball-DWL-Ligisten OSC Potsdam. Somit kommt ein hartes Stück Arbeit auf die Spitzenstädter zu. Was noch schöner ist: Der Sieger aus der Partie darf zu Hause das Finale ausrichten.
Es ist durchaus anzunehmen, dass sich der unterklassige Gastgeber (Landesliga Brandenburg) erneut Verstärkung aus dem DWL-Kader holt, denn alle Nichtstammspieler dürfen auch unterklassig spielen, um den Plauenern das Leben so schwer wie möglich zu machen und selbst ins Finale einzuziehen. Auch einige der OSC-Jugend-Nationalspieler versprechen hohes Niveau. Die jungen Männer von Potsdam II setzten sich im Viertelfinale überraschend mit 14:10 gegen die Ligakonkurrenten der Plauener, WU Magdeburg II, durch.
Die Magdeburger sind derzeit in der 2. Liga Ost der stärkste Rivale der Plauener um eine Medaille. Plauens Trainer Jörg Neubauer glaubt: „Die Potsdamer sind ein ernst zu nehmender Gegner, aber wir hoffen, dass wir sie etwas ärgern können.. Natürlich wollen für eine Überraschung sorgen, auch wenn wir auf zwei wichtige Stammspieler verzichten müssen.“ Alexander Wunderlich und Rick Thiele stehen ihrer Mannschaft nicht zur Verfügung.
Die Plauen aus dem sächsischen Vogtland gelten als Vierter der 2. Bundesliga Ost für Potsdams Trainer natürlich als Favorit des Duells, aber gerade in Sachen „Favoritenstürze“ haben sich die OSC-Mannen in diesem Jahr bereits mehrfach ausgezeichnet. In der ersten Runde schaltete der Landesligist den Zweitligisten SC Chemnitz 10:3 aus, im Viertelfinale musste der Zweitliga-Dritte aus dem Osten, die SG WU/SC Magdeburg II beim 14:10 dran glauben.
„Es gibt also auch dieses Mal keinen Grund, sich zu verstecken“, glaubt OSC-Trainer André Laube, der am Sonnabend voraussichtlich durch Florian Lemke vertreten wird und meint: „Die Plauener sind ein junges, schwimmerisch starkes Team. Wenn wir die Schlüsselspieler in den Griff bekommen, kann es klappen mit einer weiteren Pokalüberraschung.“
Bester Angriffsakteur in dieser Saison, so Laube, ist Plauens Kapitän Stephan Roßner, der noch im letzten Jahr für die Bundesliga-Mannschaft des SC Magdeburg seine Kappe schnürte. Potsdam wird mit einer Mischung aus Bundesliga-Reservisten und Jugendlichen ins Wasser steigen und scheint in voller Besetzung antreten zu können. Dennoch wollen es die Plauener wissen, auch wenn sie ihr Minimalziel im Ostdeutschen Pokal schon erreicht haben Im Viertelfinale bezwangen sie Halle 18:5 und die HSG TH Leipzig im Viertelfinale mit 10:0 am Grünen Tisch, da die Messestädter in Plauen nicht antraten.
Mit dem Einzug ins Halbfinale sind sie automatisch in der nächsten Saison, übrigens zum zeiten Mal, für den deutschen Wasserballpokal (Turbo-Cup) qualifiziert. Vor zwei Jahren feierten die Plauener als Vierter im Ostdeutschen Pokal ihren bisher größten Erfolg, als sie beim SV Ludwigsburg (2. Liga Süd) mit 18:12 gewannen, in Runde zwei dann gegen Erstligist SC Wedding Berlin mit 5:23 ausschieden. Im zweiten Halbfinale stehen sich, aber erst am 16. Mai der SG Wedding Berlin II und die SG Wasserball Dresden gegenüber. Mal schauen, auf wen der Sieger dieser Partie dann im Finale, voraussichtlich am 6. oder 7. Juni trifft. Wer verliert, hat zumindest noch das Spiel um Platz 3 im gleichen Zeitraum wie das Finale.


















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