Roßners großer Auftritt: Drei Tore in Folge zum Finaleinzug
Ostdeutscher Pokal, Halbfinale Mä: OSC Potsdam II – SVV Plauen 7:8

Schoss sein Team mit drei Treffern in Folge mit 5:4 in Führung, Plauens Kpitän und Spieler des Tages Stephan Roßner. Foto: Ralf Fischbach
Mit gemischten Gefühlen schnürten die Plauener vor Spielbeginn ihre Badehosen, da sie mit einem stark dezimierten Mannschaftskader in Potsdam angekommen waren. Im Vorfeld war klar, dass die Stammspieler Rick Thiele und Alexander Wunderlich fehlen würden. Doch als am Freitagabend auch noch Kapitän Mario Witz und Christian Unger aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten, nahm das Personalproblem der Plauener unschöne Ausmaße an. Mit zehn Spielern, wovon zwei Torhüter waren, stiegen die Plauener am Sonnabends ins Wasser, um irgendwie beim den OSC II zu bestehen.
Die OSCer hatten eine nicht zu unterschätzende Mischung aus Jugendspielern und Bundesliga- Reservisten aufgeboten.
Plauen fand gut in die Partie, die Verteidigung war von Anfang an hell wach und fing bis auf einen, sämtliche Potsdamer Schussversuche ab. Somit stand es nach dem ersten Viertel nur 1:1 und die Gäste merkten, dass sie in dieser Partie etwas möglich sein könnte. Zumal auch im zweiten Abschnitt sich die konsequente Verteidigungsarbeit der Plauener auszeichnete, es wurde kam etwas zugelassen. In der Offensive hielten die Gäste einigermaßen mit, so dass der 2:3 Rückstand nach zwei Abschnitten alles offen lies.
Schon in der gesamten Begegnung waren die Plauener in Überzahlsituationen sehr sicher und nutzen diesen Vorteil konsequent, auch im dritten Abschnitt. Da schlug dann die Stunde des Plauener Kapitäns Stephan Roßner: In acht Minuten schoss er sein Team mit drei Treffern in Folge mit 5:4 in Führung, so das die Jungs von Trainer Jörg Neubauer mit einem kleinen Vorsprung in die letzten acht Minuten gingen. „Nun wollten wir uns den Sieg holen, alle starteten hochmotiviert in den letzten und entscheidenden Spielabschnitt“, freute sich Neubauer, über den Charakter der Minitruppe, der in Plauen aber trotzdem „schweren Zeiten“ entgegen geht, da einige Spieler aus beruflichen Gründen das Team am Saisonende verlassen werden.
Im vierten Viertel riskierten die Plauener Verteidiger zu viel und ließen zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich zum 7:7 zu. Nun ging der offene Schlagabtausch in die letzten Minuten. Als noch 1:41 Minuten auf der Uhr standen, setzte Alexander Kaminke seinen Centerspieler Felix Üblacker mit einem geschickten Zuspiel gekonnt in Szene, und Üblacker markierte den Siegtreffer. In der nervenaufreibenden Schlussphase war auf Torwart Franz Koß verlass. Er verhinderte mehrmals den Potsdamer Ausgleich und war maßgeblich am Sieg beteiligt.
Nun warten die Plauener auf ihren Finalgegner, gespielt wird in Plauen, der am 16. Mai in der Landeshauptstadt Dresden zwischen der SG Wasserball Dresden und dem SC Wedding II ermittelt wird. Zudem ist die Teilnahme am 38. Torbo-Pokal, dem deutschen Wasserball-Pokal sicher.
In der 2. Liga Ost können sich die Plauener schon nächste Woche am 9. Mai auf die Dresdner einstellen. Am Samstag kämpfen sie auswärts in der Schwimmhalle am Freiberger Platz gegen die SG um wichtige Punkte in der Meisterschaft, da hoffentlich mit einem kompletten Team und dann ähnlich erfolgreich.
SVV Plauen spielte mit: Franz Koß (Tor),Patrick Brethack, Felix Üblacker (1), Alexander Fritzsch (2), Jan Hänel, Tobias Schaufel (1), Alexander Kaminke, Stephan Roßner (3), Felix Winkler, Christian Schneider (1)


















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