Fortuna-Konzept geht auf: Schnelle Konter führen zum Erfolg
Oberliga, Mä: Fortuna mit Siegen gegen Chemnitz II und Leipzig II

War einer sicherer Vollstrecker: Auerbachs Angreifer Kai-Uwe Münz, der in beiden Partien acht Tore erzielte. Foto: Nils Fischbach
In der Spitze ist hingegen die Entscheidung gefallen: Meister wurde ungeschlagen Lok Görlitz (28:0), gefolgt vom neuen Vizemeister TU Dresden (23:5) und das überrascht von der SG Wasserball Dresden II, die erstmals soweit vorne landeten.Die Endplatzierung steht aber noch nicht 100prozentig fest, denn die Fortunen haben noch die beiden Derbys mit Nema Netzschkau vor sich.
Gewinnt Auerbach einmal, ist der fünfte Platz sicher, spielt man zweimal Unentschieden, ebenfalls. Nur bei zwei Siegen von Nema Netzschkau könnte das Team Fortuna Auerbach noch von Platz 5 verdrängen. Die Termine für die Derbys sind aber auch noch offen. Netzschkau kam am Sonntag gegen Chemnitz II und gegen die HSG Leipzig II ebenfalls zu Siegen.
Indes dürfte Fortuna-Trainer Schmutzler sich gefreut haben, dass seine Jungs am Sonntag die verordnete Zonenverteidigung phasenweise gut umgesetzt haben. Da mit Fester, Singer und Mikulcak drei starke Eins-gegen Eins-Spieler fehlten, wurde mit Erfolg auf die Jugend und schnelles Schwimmen gesetzt. Denn mit Seifert, Müns, Brethack, Großmann, Chemnitz und phasenweise Ungethüm ging immer wieder die Post ab. Dadurch fielen sowohl gegen Chemnitz II wie auch gegen Leipzig II die angestrebten Kontertore wie die reifen Früchte.
Die klaren Führungen zur Pause gaben der jungen Auerbacher Mannschaft, immerhin vier waren echte A- oder B-Jugendliche, die nötige Sicherheit. Nur hin und wieder kam Sand ins Fortuna-Getriebe, zumal Ott im Kasten bei manchen Distanzschüssen und vor allem bei Hebern an diesem Tag seine liebe Mühe und Not hatte. Das passierte dann, wenn die Zuordnung nicht stimmte, oder aber die taktische Marschroute nicht konsquent umgesetzt wurde, was auch das Zurückschwimmen bei Ballverlust nach sich zieht. Das hätte sich bei stärkeren Gegnern rächen können.
Die kurioseste Szene der vier Spiele gab es in der letzten Sekunde des Spiels gegen Chemnitz II, als Thomas Günther einen Torwurf der Chemnitzer von der Mittellinie regelwidrig mit der Faust abwehrte, was einen 5-m Strafwurf zur Folge hatte. Da die reguläre Spielzeit abgelaufen war, mussten alle Spieler bis auf Auerbachs Torhüter Alexander Ott und der Chemnitzer Schütze Ralph Hofmann aus dem Wasser. Doch den schlecht geworfenen Ball entschärfte Ott mit Sprung in die rechte Ecke. Auerbachs “Mann des Tages” war aber einmal mehr Kapitän Sylvio Seifert, der mit 18 Tore in beiden Partien seine Vollstreckerqualitäten bewies und einen maßgeblichen Anteil an den klaren Erfolg hatte.
Alle Eregebnisse und die Tabelle findet ihr hier!
Fortuna Auerbach spielte mit: A. Ott, A. Ungethüm (2 Tore), D. Leidel, T. Günther (1), K. Chemnitz (3), T. Scharff (2), S. Seifert (18), P. Brethack (3), E. Großmann (5), K.-U. Müns (8), K-T. Lenz, F. Zaharov.


















Was ist daran kurios? Das ist die Regel, sofern mit Schlusssirene ein 5m Strafwurf verhängt wird.