In Plauen geht es um die vogtländische Wurst
Oberliga-Sachsen, Mä: Erstes Derby zwischen Netzschkau und Auerbach

Kann Auerbachs Kapitän Sylvio Seifert das Ruder für Auerbach am Sonntag herum reißen?. Foto: Ralf fischbach
Netzschkau ist diesmal der Gastgeber für das erste von zwei ausstehenden Vogtlandderbys. Doch haben sie auch die besseren Karten? Die bisherige Derby-Bilanz der immer umkämpften und torreichen 18 Vogtlandduelle spricht nach der Papierform nicht für Nema Netzschkau und dessen Trainer Ralf Müller: Drei Siege, zwei Unentschieden, aber 13 Niederlagen stehen in der umfangreichen Statistik beider Teams zu Buche. Doch zumindest die Bilanz des Vorjahres dürfte diesmal formell etwas für Nema sprechen: Im Hinspiel trennten sich beide Teams Unentschieden. Da waren sie nahe dran an der Überraschung. Nemas Daniel Grau hatte beim Stand von 9:9 wenige Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer auf der Hand, scheiterte aber an Auerbachs jungen Keeper Alexander Ott und seinen eigenen Nerven.
Doch im weiteren Saisonverlauf war Nema das bessere Team und hatte nach dem 19:9 im Rückspiel sogar die historische Chance, Landesmeister zu werden. Nach zwei ausgeglichenen Vierteln (6:5) zog Nema mit einem unnachahmlichen Zwischenspurt im dritten Abschnitt mit sieben Toren in Folge auf 14:6 davon. Am Ende wurden die Nema-Männer Vizemeister und Auerbach wurde Dritter.
Doch von dieser Form scheinen beide Teams im bisherigen Meisterschaftsverlauf meilenweit entfernt. Derzeit dümpeln beide Teams auf den Plätzen 5 und 6 der Oberliga. Auerbach mit Trainer Ralf Schmutzler mit 10:14 Punkten und 176:174 Toren auf Platz 5 und Nema, gar als aktueller Vizemeister, nur auf Rang 6 mit 8:16 Punkten und 135:153 Toren. Da gab es lange Zeit enttäuschte Gesichter.
Nun sollen die Derbys für beide Teams zumindest einen versöhnlichen Abschluss bringen. Klar, dass diesmal die lokale Beziehung das Salz in der Suppe ist. Netzschkau kann nur noch durch zwei Siege an Auerbach auf Platz 5 in der Tabelle vorbeiziehen.
Allerdings haben die Derbys immer eine gewisse und besondere Brisanz, so dass sich die Kontrahenten besonders ins Zeug legen werden. Na, und die Fortunen, die wollen natürlich die 9:19-Schlappe, die höchste Niederlage gegen Nema überhaupt, aus dem Vorjahr unbedingt wieder gut machen. Auerbachs Coach hofft, der bis auf Singer und möglicherweise Tauscher und Chemnitz alle anderen Spieler an Deck zu haben. Im Idealfall 13 hochmotivierte Spieler, und auch Nema mit dem starken Keeper Michael Jahn wird alles daran setzten, die Besten der Besten beim Kampf um die „Göltzschtalkrone“ im Wasser zu haben.


















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