Nun rückt auch Mazedonien in der Weltliga nach
Weltliga: Gegner sind Rußland, Griechenland und Kroatien
Zürich. Der Weltschwimmverband FINA zückte bei den Männern für die bereits im November startenden Weltliga-Spiele der europäischen Nationen noch einen Trumpf aus dem Ärmel: Wie aus der Schweiz bekanntgegeben wurde, wird der bis dato vakante vierten Platz in der Vorrundengruppe 2 von dem WM-Achten Mazedonien eingenommen werden, dessen Team im vergangenen Sommer auch Teilnehmer am WM-Turnier in Rom (Italien) gewesen ist. Pikanterweise treffen die Spieler aus der früheren jugoslawischen Teilrepublik in dem Viererfeld ihrer Vorrundengruppe neben dem WM-Dritten Kroatien und Rußland auch auf ihren Nachbarn Griechenland, mit dem seit Jahren ein politischer Streit über den Staatsnamen herrscht.
Der Olympiasiebte Griechenland war 2009 nicht einmal für die WM qualifiziert, doch viel hartnäckiger ist seit Jahren ein politischer Streit im Hintergrund um den Staatsnamen. So beinhalten auch verschiedene Regionen Nordgriechenlands jenen historischen Namen aus der Zeit Alexanders des Großen, und der neue Staat Mazedonien firmiert in der Mehrzahl der internationalen Gremien aus diesem Grunde unter dem Namen „Former Yugoslav Republic of Macedonia“. Die griechische Delegation hatte 2008 beim Olympiaqualifikationsturnier in Oradea (Rumänien) sogar in einem Protest auch die Verwendung des Namens „FYRO Macedonia“ in den Spielberichten der FINA erzwungen.
International machte der mazedonischen Wasserballverband durch die großflächige, kurzfristige Einbürgerung serbischer Spieler seit dem Sommer 2007 von sich reden, was unter anderem auch zur Qualifikation der Männer-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft 2008 in Malaga (Spanien) und 2009 dem WM-Turnier in Rom führte. In Oradea wie auch Malaga gab es allerdings beide Male glatte Niederlagen gegen die DSV-Auswahl, doch die finanzielle Unterstützung für den Verband und die Sportart reicht in dem kleinen Staat anscheinend soweit, daß jetzt auch eine Teilnahme der Weltliga möglich ist und damit eine Teilnahme am „großen“ Wasserball – der Aufschwung könnte also weitergehen.
FINA Weltliga der Männer 2009/2010 Einteilung Vorrundengruppen Europa
Gruppe 1
Montenegro, Italien, Deutschland, Frankreich
Gruppe 2
Kroatien, Griechenland, Rußland, Mazedonien
Gruppe 3
Serbien, Spanien, Rumänien, Türkei


















Kommentar hinterlassen
Um Kommentare verfassen zu dürfen müssen Sie sich einloggen.