Junge Brandenburger holen ersten Titel – Demirbag trifft
Ostdeutsche Bestenermittlung, Ju E: SVV Plauen wird Zweiter
Brandenburg. Die jüngsten Wasserballer des SV 2000 Brandenburg haben es geschafft. In einem dramatischen und an Spannung kaum zu überbietenden Finale im heimischen Marienbad gewannen die Schützlinge des Trainergespanns Denis Richter/Detlef Willberg vor über 200 begeisterten Zuschauern das Finale der Ostdeutschen Bestenermittlung 2009.
Durch einen mühelos erspielten Halbfinalsieg am Vortag gegen den SC Wedding Berlin mit 16:2 Toren standen die Brandenburger bereits am Sonnabend als erster Finalteilnehmer fest. Im zweiten Halbfinale konnte sich der SVV Plauen mit dem Trainerduo Torsten Schmidt/Steven Fischer nach einem 1:5-Rückstand noch mit 14:13 gegen den OSC Potsdam durchsetzen.
Im ersten Viertel des Endspiels gelang dem SV 2000 ein guter Start. Schnell lag die Sieben um Mannschaftskapitän Jona Lieckfeldt mit 5:2 in Führung. Doch die Plauener Gäste kamen nach und nach immer besser ins Spiel, zwei unnötige 5 Meter–Entscheidungen ließen die Gäste nach zwei Vierteln auf 7:8 herankommen. Im dritten Viertel veränderte sich das Spielgeschehen nur wenig, bis durch sehenswerte Tore von Frederik Demirbag und Centerspieler Daniel Reimer der SV 2000 bis auf 12:8 Toren enteilen konnte.
Doch wieder fand Plauen ins Spiel zurück. Tor für Tor arbeiteten sich die Vogtländer heran, die Entscheidung musste im letzten und entscheidenden 4. Viertel fallen. Doch was hier passierte, war an Dramatik kaum zu überbieten: Eine gute Spielminute vor Ende lagen die Brandenburger noch mit zwei Toren in Führung, ehe innerhalb von 36 Sekunden dem SVV Plauen durch zwei Centertore der verdiente Ausgleich gelang.
„Was dann geschah, war wirklich unglaublich. Unsere Fans und Eltern haben das Team förmlich zum Sieg geschoben, meine Mannschaft war kräftemäßig vollkommen am Ende, besonders die jungen Außenspieler Lu Meo Ulrich und Leon Barz standen förmlich im Wasser“ konstatierte ein sichtlich bewegter Trainer Dennis Richter. Doch acht Sekunden vor Ende fasste sich der erst 10-jährige Fredrik Demirbag ein Herz, und erzielte mit einem kraftvollen Wurf aus knapp 8 Metern das siegbringende 15:14.
„Für Fredrik freut uns das ganz besonders, er hat es nicht immer leicht gehabt“, so Detlef Willberg, der sich jetzt mit der Mannschaft freuen konnte. Danach brachen alle Dämme. Spieler, Trainer und Eltern lagen sich in den Armen, die Mannschaft wurde ausgelassen nach der Pokalübergabe gefeiert. Mit dem Sieg gelang es einer Brandenburger Mannschaft seit vielen Jahren wieder einen Ostdeutschen Titel in die Havelstadt zu holen. (DR)



















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