60 Fans der 98er reisen von der Wedau an die Havel
DWL, Hauptrundengruppe B: Potsdam empfängt Duiburg 98
Potsdam/Duisburg. Zum richtigen Zeitpunkt in Hochform präsentierten sich die Bundesliga-Wasserballer des OSC Potsdam jüngst zu Hause. Im Spitzenspiel der bis dahin ungeschlagenen Teams gegen die SV Krefeld 72 siegte der OSC im Brauhausberg-Bad 11:8. Eine ähnlich starke Leistung wird auch morgen ab 18 Uhr nötig sein, um – erneut daheim – den Duisburger SV 98 zu schlagen. Ein Sieg würde die Bilanz im letzten Spiel des Jahres 2009 auf 8:0 Punkte ausbauen.
Der Aufsteiger Duisburg präsentierte sich bislang stark. Im Auftaktmatch bezwangen die Westdeutschen den ASC Brandenburg auswärts 10:9. Danach folgten im Anschluss zwei Niederlagen im heimischen Schwimmstadion gegen Krefeld (8:12) und Magdeburg (9:12). Erst jeweils in den Schlussminuten unterlagen die couragierten 98er gegen die Spitzenmannschaften der DWL-Hauptrundengruppe B. „Wir erwarten eine hoch motivierte Duisburger Truppe“, weiß Potsdams Trainer André Laube. „Wir müssen mit der gleichen Leidenschaft ins Wasser wie gegen Krefeld“, so Laube. „In der ersten Halbzeit spielten wir wie aus einem Guss.“
Wichtig sei es, die starken Leute der Gäste in den Griff zu bekommen. Nach dem Aufstieg verstärkte sich der Traditionsverein entscheidend. Neben den erfahrenen Thomas Hertes (Torwart/ASC Duisburg) und Raul Diakon (Center/Blau-Weiß Bochum) wechselten die gerade 19-jährigen Michael Werner (Center) und Daniel Grohs (Linksaußen/jeweils ASC Duisburg) zu den Rheinländern. Hinzu kommt der ehemalige polnische Nationalspieler Marek Debski, der bereits im Aufstiegsjahr für Duisburg 98 ins Wasser stieg und entscheidenden Anteil am Gang ins deutsche Oberhaus hatte.
„Vieles wird von der Chancenverwertung abhängen“, schätzt Laube. „Den cleveren Duisburgern dürfen wir nicht viele Möglichkeiten bieten. Sonst wird’s schwer.“ Die Potsdamer müssen hingegen mit gleicher Konsequenz im Angriff zur Sache gehen wie vor Wochenfrist. „In der ersten Halbzeit haben wir fast jeden guten Angriff auch zum Tor genutzt“, erinnert sich Potsdams Coach. Insgesamt verteilten sich die elf OSC-Tore auf sieben Schützen. Mit jeweils drei Treffern zeichneten sich Tobias Lentz und Hannes Schulz aus.
Der 19-jährige Schulz wird mit besonders breiter Brust ins Wasser des Brauhausberg-Bades steigen. Noch am Dienstag spielte der Abiturient für die deutsche Nationalmannschaft der Männer in Stuttgart. In seinem zweiten Länderspiel wurde Schulz mit reichlich Spielzeit bedacht und verkaufte sich laut Bundestrainer Hagen Stamm sehr ordentlich. An der deutlichen 7:16-Niederlage in der Weltliga-Partie gegen Europameister Montenegro konnte aber auch er nichts ändern. „Jetzt soll wieder ein Sieg her“, gibt sich Schulz kämpferisch.
Die Spielvorschau aus Sicht der Duisburger
In Potsdam trifft die Mannschaft von Trainer Christian Koke auf den OSC Potsdam. Nach dem Auftaktsieg auswärts gegen den ASC Brandenburg und zwei Niederlagen in den Heimspielen, hat der DSV 98 nun auswärts wieder eine schwere Aufgabe zu lösen. Mit bisher drei klaren Siegen stehen die Potsdamer mit 6:0 Punkten verlustfrei auf den Spitzenplätzen der Hauptrunde B und sind im Spiel morgen Favorit.
Nach der doch sehr guten Leistung gegen die WU Magdeburg letzte Woche, fährt der DSV 98 zuversichtlich ins Brandenburgische. “In diesem Spiel sind wir Außenseiter”, blickt Trainer Christian Koke voraus. “Potsdam hat bisher alle Spiele gewonnen und ist eine starke Mannschaft. Doch mit einer guten Leistung haben wir eine gute Chance. Ich erwarte ein spannendes Spiel. Mit einer starken und als Mannschaft geschlossenen Leistung wie gegen Magdeburg können wir die Serie der Potsdamer stoppen! Es wird ein schweres Spiel, aber mit Kampf und guter Unterstützung unserer mitgereisten Fans könnten wir gewinnen.”
In der Tat erwartet der DSV 98 auswärts zahlreiche Zuschauer und wirft ein besonderes Pfund in die Waagschale: Im Rahmen einer durch den Verein organisierten Fantour werden rund 60 Fans die Mannschaft in Potsdam unterstützen. Anschließend wird in Berlin hoffentlich ein Auswärtssieg gefeiert.
Der DSV 98 tritt komplett an. “Wir spielen am Samstag in Bestbesetzung und werden sehen, was wir erreichen”, so Koke zum Abschluss. Spannung ist somit also garantiert.
Alle DWL-Ansetzungen des Wochenende und später die Ergebnisse findet ihr hier!


















Da Potsdam an der Havel liegt, sind wir alle froh, dass die Duisburger nicht, wie die Überschrift des Artikels empfiehlt, an die Spree gefahren sind, sondern gut im Brauhausberg in Potsdam gelandet waren. Es war ein spannendes Spiel…
Aber: Die wollten auch nach Berlin, die Fans, meine ich, und da gibt es die Spree, oder?