Spandaus Trainer: Umstrittene Hinausstellung der Knackpunkt
2. Liga Ost: Plauen bezwingt Spandau 04 II mit 9:7 (4:0; 1:2; 3:3; 1:2)

Plauens Alexander Fritzsch, hiergegen Richard Funk, erzielte gegen Spandau 04 II fünf der neun Plauener Tore. Foto: Ralf Fischbach
Und am Sonntagvormittag wurde auch die zweite Vertretung die SG Neukölln Berlin mit 17:14 (6:3; 5:5; 2:3; 4:3) besiegt. Damit konnten die jungen Vogtländer vier weitere Zähler auf das Konto der Plauener Mannschaft buchen und führen so ungeschlagen die Tabelle mit nun 14:0 Punkten souverän an und bleiben über Weihnachten und neues Jahr weiter auf dem Platz an der Sonne. Damit haben die Plauener nach sieben von 18 Meisterschaftspielen wirklich ausgezeichnete Chancen, erstmals ernsthaft um dem Titel des Ostdeutscher Meister 2010 mitzuspielen.
Rund 100 Zuschauer sahen die nicht immer gutklassige, dafür aber von hohem Tempo geprägte Partie zwischen Plauen und den Wasserfreunden Spandau 04 II. Trainer Jörg Neubauer gab dann auch vor dem Spiel die Devise aus: „Wir haben die bisherigen Spiele sicher gewonnen haben. Dieses Selbstvertrauen müssen wir mit ins Spiel nehmen und von Beginn an konzentriert agieren.“ Und das klappte im ersten Abschnitt ausgezeichnet. Dabei musste Neubauer auf Stammspieler Alexander Kaminke verzichten, der für die Partie gegen Spandau gesperrt war. Trotzdem fand Plauen richtig gut ins Spiel und baute seine Führung im ersten Abschnitt systematisch auf 4:0 aus. Einige sehenswerte Spielzüge wurden vorgetragen und so die Spandauer Abwehr überwunden. Besonders Plauens Spielmacher Alexander Fritzsch präsentierte sich von seiner besten Seite: In den ersten acht Minuten schoss er drei der vier SVV-Tore.
Doch die Spandauer spielten nicht so schlecht, wie das Ergebnis aussagt: Gleich viermal krachte bei deren Angriffen das Leder an Latte oder Pfosten und einige der gefährlichen Distanzwürfe der Berliner verfehlten das Plauener Tor nur äußerst knapp. Da offenbarten sich in der Defensive der Vogtländer schon einige Schwachstellen.
Im zweiten Abschnitt wurde die Partie noch ausgeglichener. Erst nach knapp 11 Minuten gelang uns der erste Treffer durch Marko Bolovic zum 1:4. Plauen machte das 5:1, aber Spandau verkürzte wiederum durch Bolovic zum 2:5. Im dritten Viertel konnte Plauen dann schnell auf 6:2 erhöhen. Dadurch fühlte sich der Spitzenreiter etwas zu sicher, denn 1:48 Minuten vor Schluss stand es nur noch 5:6. Max Meißner, Miro Tadin und erneut Marko Bolovic warfen die Gäste heran. Das lag auch daran, weil Plauen gleich drei Strafwürfe nicht in Tore ummünzen konnte und Stammkeeper Koß nicht seinen allerbesten Tag aufweisen konnte.
In den letzten zwei Minuten des 3.Viertels die Vorentscheidung. Nach einer Hinausstellung von Koch am Center, hier erregten sich die Berliner Gemüter heftig, und einer Plainer Auszeit folgte das wichtige 7:5. „Das war der Knackpunkt, die Hinausstellung in der Phase, wo wir das siebente Tor bekommen, war nicht gerechtfertigt. Der Center wusste gar nicht , wo der Ball ist“, kritisierte Spandaus Trainer Stefan Pieske.
Und auch ein weiteres Überzahlspiel – da aber nun wieder völlig zurecht – nutzen die Plauener nun eiskalt, um vor dem Schlussviertel mit 8:5 wieder etwas zu enteilen. Das letzte Viertel konnte Berlin zwar mit 2:1 gewinnen, doch für einen aus ihrer Sicht verdienten Punktgewinn sollte es nicht mehr reichen. (Der Spielbericht zum Spiel gegen Neukölln Berlin folgt noch heute Nachmittag)
SVV Plauen spielte mit: Franz Koß (Torwart), Rick Thiele (2), Felix Üblacker (1), Christian Unger (1) Alexander Fritzsch (5), Stefan Roßner, Christian Schneider, Felix Winkler, Alexander Wunderlich, Patrick Brethack, Florian Gräf, Moritz Neubauer, Eric Wolf,
Spandau 04 Berlin II spielte mit: Richard Funk (Tor), Toni Meiners, Marco Bolovic (3 Tore), Andre Koch, Jeldrick Biegel, Arian Baehr, Maximilian Meißner (1), Moritz Meißner, Miro Tadin (2), Felix Rasehorn (1), Tim Donner, Dusan Balaban. Trainer: Stefan Pieske/ Uwe Teichmann



















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