Nach sieben Siegen in Folge erste Niederlage kassiert
2. Liga Ost, Mä: SC Chemnitz bezwingt im Spitzenspiel SVV Plauen 9:7

Der Chemnitzer Center Christian Schubert (weiße 3) war fast nicht zu stoppen, warf alleine vier Tore. Foto: Michael Behrens (SVV Plauen)
Chemnitz/Plauen. In der Spitzenpartie der 2. Wasserballliga Ost im Chemnitzer Sportforum bezwang am Sonnabend der Gastgeber SC Chemnitz den bisherigen ungeschlagenen Tabellenführer vom SVV Plauen im sächsisch-vogtländischen Derby überraschend mit 9:7 (2:2, 2:2, 2:3, 3:0). „Unsere körperlichen Vorteile und die bessere Bank haben am Ende den Ausschlag für uns gegeben“, bilanzierte der seit knapp vier Monaten verantwortliche neue Trainer des SCC, Ulrich Müller.
„Wir waren nicht so konsequent, wie in den jüngsten Spielen, einige Fehler waren vermeidbar“, sah Plauens Angreifer Christian Unger, mit drei Toren der Beste der Gäste, unerwartete Schwachpunkte im Team des SVV. Damit wurde die Siegesserie der Vogtländer (sieben Siege in Folge) gestoppt. Dennoch behalten die Plauener (14:2) vor Verfolger Chemnitz (10:4) und WU Magdeburg II (10:8) die deutliche Tabellenführung. Außerdem gab es noch zwei Partien in Magdeburg bei der Wasserballunion Magdeburg II, die erst Zwickau 13:3 am Sonnabend bezwang, aber am Sonntag überraschend zu Hause gegen die SG Wasserball Dresden 10:11 verlor.
Im Sportforum fiel vor 130 lautstarken Zuschauern der Startschuss zu einem wahren Wasserballkrimi. Beide Mannschaften waren hoch motiviert und schenkten sich nichts.Die Chemnitzer fanden etwas besser ins Spiel und lagen nach fünf Minuten mit zwei Toren der Center Christian Schubert und Kapitän Matthias Barthold vorn.
Aber auch die Plauener spielten ihr Können aus und nutzten zwei Überzahlsituationen durch Rick Thiele und Stephan Roßner zum Ausgleich. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Christian Unger die Plauener zweimal in Führung warf, doch der Chemnitzer Kapitän Matthias Barthold immer wieder ausglich und auch das zweite Viertel 2:2 endete.
Nach der langen Halbzeitpause spitzte sich die Partie immer mehr zu. Die Aktionen der Spieler im Wasser wurden immer hektischer, härter und teilweise auch brutaler und auch das Publikum war nun auf „Hochtouren. Hier hätten sich die Plauener konsequentere Schiedsrichter gewünscht, die nun wirklich alle Hände voll zu tun hatten.
„Aber wirklich unfair wurde die Partie bei insgesamt nur sieben Ausschlüssen, davon sechs für Chemnitz und einen sowie einen 5-Meter gegen Plauen nicht“, blickte der Chemnitzer Trainer zurück. Plauens Trainer Jörg Neubauer und Kapitän Stephan Roßner appellierten an die Disziplin der Mannschaft: „Wir dürfen uns nicht von der Atmosphäre hier aufhetzten lassen, sondern müssen konsequent und diszipliniert unser Spiel spielen.“

Plauens Christian Unger versucht sich nach abgerissener Kappe am Torschuss, während der Chemnitzer Matthias Barthold nur zuschauen kann. Foto: SVV Plauen
Das gelang soweit, den Plauen ging mit einem 7:6 in das letzte Viertel. Die Chemnitzer Führung durch den jungen Richard Hübl, glich Christian Unger in Überzahl zum 5:5 aus. Dann waren es Kaminke für Plauen, Schubert für Chemnitz und wiederum Schneider für die Spitzenstädter zum 7:6 im dritten Abschnitt. Möglicherweise verpasste Plauen 1:42 Minuten vor Ende des 3. Abschnittes eine Vorentscheidung, auf 8:6 davon zu ziehen, als Thomas Buschmann ins „Sündereckchen“ musste. Trotz Neubauer-Auszeit, trafen die Spitzenstädter nicht.
So ging es mit dem 6:7 in den 4. Abschnitt und der gehörte überraschend dem Gastgeber. Besonders die beiden Chemnitzer Centerspieler, Schubert und Barthold, machten der Plauener Hintermannschaft das Leben schwer. Sie schossen insgesamt sieben der neun Tore. Überragend war dabei der Ex-Neuköllner Christian Schubert.
„Wir hatte zum Ende einfach mehr Power und eben Christian Schubert. Er ist wirklich eine feste Größe in unserem Centerspiel.“, machte Trainer Müller den kleinen, aber feinen Unterschied aus.
Die Plauener seien in Überzahl brandgefährlich und so mussten die Chemnitzer die Unterzahlspiele gering halten, und einige Abwehren, „was uns gut gelungen ist“, so Müller. Zumal die Vogtländer nun durch leichtsinnige Abschlüsse einige Konter hinnehmen mussten. Zudem hatte Chemnitz die stärkere Bank und konnte so das Tempo hochhalten und gewann am Ende als etwas glücklicheres Team.
Alle Ergebnisse und die aktuelle Tabelle findet ihr hier!
Chemnitz spielte mit: G. Matschewsky, S Warncke, C. Schubert (4), V. Braschezki, K. Berger, R. Stöckmann, R. Hübl (2), P. Warncke, T. Buschmann, M. Barthold (3), R. Hofmann, D. Folkmer, K. Kutzler
SVV Plauen spielte mit: F. Koß (Torwart), R. Thiele (1), F. Üblacker, C. Unger (3), A. Fritzsch, E. Wolf, F. Gräf, M. Witz, M. Neubauer, A. Kaminke (1), S. Roßner (1), F. Winkler, C. Schneider (1)


















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