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Mittwoch, 3. März 2010

Jüngstes OSC-Team aller Zeiten mit klarem Erfolg bei 72

DWL, Gruppe B: Potsdam gewinnt bei Krefeld 72 9:4 (2:1, 2:2, 4:1, 1:0)

Von Ralf Fischbach mit Infos aus Potsdam

Erzielte zwei Tore und wurde in Krefeld Spieler des Tages: Potsdams Philip Uhlig. Foto: Ralf Fischbach

Krefeld/Potsdam. Mit einem unerwartet klaren 9:4 (2:1, 2:2, 4:1, 1:0)-Auswärtssieg gegen die SV Krefeld 72 festigte DWL-Team OSC Potsdam den zweiten Tabellenrang der DWL-Hauptrunden-Gruppe B. Im Badezentrum Bockum lieferten die Schützlinge von Trainer André Laube eine konzentrierte, disziplinierte Vorstellung ab und siegten verdient gegen ein schwaches Krefelder Team. Dabei spielte der OSC mit dem jüngsten Team seiner noch kurzen DWL-Geschichte. Mit einem Schnitt von genau 20 Jahren waren die Potsdamer knapp fünf Jahre jünger als der Gegner auzs dem Rheinland.

„Wir hatten nach dem sehr emotionalen Hinspiel bei uns mit einem hoch motivierten Gegner gerechnet“, sagte Laube. Im Brauhausberg-Bad im Dezember führte der OSC zur Halbzeit 8:1, doch die SVK kämpfte sich bis auf 10:8 heran, musste sich aber am Ende 11:8 geschlagen geben. „Man hatte selten den Eindruck, dass die Gastgeber wirklich gewinnen wollten“, so der Potsdamer Coach. „Krefeld hat es uns überraschend leicht gemacht. Auch wir hätten noch Reserven gehabt.“

In der Defensive spielte der OSC nahezu fehlerlos. Ein großartiger Keeper Paul Seidler, der unter anderem zwei Strafwürfe parierte, wehrte die wenigen Möglichkeiten der Hausherren bravourös ab. Nach gut einer Minute brachte Tobias Lentz mit einem Distanzwurf den OSC 1:0 in Front. Nach Zeitstrafe gegen Krefeld erhöhte Nationalspieler Hannes Schulz in Überzahl auf 2:0. Die dritte Hinausstellung gegen den OSC führte kurz vor Ende des ersten Viertels zum 1:2-Anschlusstreffer des Gastgebers. Im zweiten Durchgang erhöhte Potsdam durch ein tolles Rückhandtor von Center Stefan Frank auf 3:1, in Überzahl erzielte Philip Uhlig das 4:2, doch die Krefelder blieben hartnäckig und verkürzten vorm Seitenwechsel auf 3:4.

Den deutlich besseren Start nach der Fünf-Minuten-Pause hatte der OSC. In seiner stärksten Phase erhöhten Schulz, Uhlig und Lentz auf 7:3. Auch das 7:4 der Hausherren wurde postwendend von Kapitän Jacob Drachenberg mit einem Überzahltreffer beantwortet. Im Schlussviertel spielte Potsdam seine Angriffe gemächlich aus und verteidigte seinen Vorsprung ohne große Mühe. Zwei Minuten vor Schluss ließ sich der Krefelder Alexander Kamps zu einer Tätlichkeit gegen den zum „Spieler des Tages“ ernannten Philipp Uhlig hinreißen. Der folgende Strafwurf zum 9:4-Endstand wurde durch Schulz sicher verwandelt, die übrige Zeit, in der Potsdam mit einem Mann mehr spielte, blieb torlos.

„Wir wollten unbedingt gewinnen. Jetzt muss es unser Ziel sein, in den verbleibenden fünf Spielen den zweiten Tabellenplatz zu halten“, Blickt Coach André Laube voraus. Uneinholbar scheint der Tabellenerste WU Magdeburg zu sein. Mit der makellosen Bilanz von 16:0 Punkten und 123:65 Toren ziehen die Sachsen-Anhaltiner an der Spitze einsam ihr Kreise. Dem OSC Potsdam (15:3/94:78) ist jedoch der SV Weiden (12:6/80:55) noch dicht auf den Fersen. Dieser verlor allerdings äußerst überraschend daheim gegen Aufsteiger SV Cannstatt 6:7, die dritte Heimniederlage für die Oberpfälzer.

Abgelegt in: Aktuelles/News, DSV, DWL Männer

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