Schmerzhafte Niederlage nach glanzlosem Auftritt
DWL-Gruppe B: ASC Brandenburg – SV Krefeld 72 5:7 (3:2, 1:0, 0:4, 1:1)
Brandenburg. Im einzigen DWL-Spiel des Wochenendes zwischen dem ASC Brandenburg und der SV Krefeld 72 hatte der Gast aus dem Rheinland beim 7:5 das bessere Ende für sich, und stürzt so den ASC Brandenbgurg immer tiefer in den Abstiegstrudel. Besonders dramatisch für den Gastgeber: Sebastian Mischur verletzte sich in der Partie und wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen. Die Diagnose nach dem Spiel im Krankenhaus deutet auf eine Absplitterung am Mittelfinger der linken Hand hin. Bei optimalem Heilungsverlauf könnte Goalgetter Mischur aber erst nach Ostern mitspielen – ein herber Verlust für den ASC.Dabei begann die Partie eigentlich so, wie von Brandenburgs Trainer Nico Haberlandt gefordert. Der Gegner wurde früh attackiert, die Abwehr stand konsequent und auch Keeper Koschmieder zeigte wieder eine starke Leistung. Lohn der Mühen war die 1:0 Führung durch Björn Dupont, der einen Freiwurf direkt verwandeln konnte. In Unterzahl musste der ASC zwar das 1:1 hinnehmen, doch Koschmieder blieb bei einem Strafwurf der Gäste Sieger. Auch das 1:2 steckte der ASC gut weg, und begann seinerseits Druck zu machen. Sebastian Mischur und Stefan Ebert schafften bis zum Ende des 1. Abschnitts eine 3:2 Führung für die Hausherren, die dringend die Punkte einfahren wollten.
Auch im 2. Viertel konnte der ASC an die Leistung des ersten Abschnittes anschließen, Max Stresow schloss mit einem wuchtigen Wurf aus der 2. Reihe ab und verwandelte zum 4:2, das Ergebnis, dass auch zur Halbzeit an der Anzeigetafel stand. Bis dahin lief das Spiel optimal für den Gastgeber, von der SV Krefeld 72 war wenig zu sehen.
Um so erstaunlicher war, wie ASC aus der Fünf-Minuten-Pause kam. Völlig verwandelt und nun mit zu wenig Druck im Angriff spielend, bekam Krefeld immer wieder die Chancen auf Entlastungsangriffe, die die Rheinländer gut zu nutzen wussten. Schnell glichen die Gäste gar zum 4:4 aus. Der ASC war zwar weiterhin im Spiel nach vorn bemüht, wurde aber im Abschluss immer ungefährlicher. Haberlandt legte den Finger in die Wunde: “Wir kamen zwar zu vielen Torchancen, es fehlte aber immer wieder am erfolgreichen Abschluss.”Richtig bitter war, dass dann auch noch ASC-Top-Torjäger Sebastian Mischur verletzt ausscheiden musste. Krefeld nutzte die darauf folgende Orientierungsphase der Brandenburger konsequent zur 6:4 Führung vor dem Schlussabschnitt. Das dritte Viertel, und das war wohl auch die Vorentscheidung in dieser umkämpften, aber eher mittelmäßigen Partie, ging mit 4:0 an Krefeld.
Der ASC wurde, aufgefordert durch den Trainer, wieder aktiver, konnte aber erneut zwei Überzahlspiele nicht nutzen – das war für die Fnas schon ganz bitter. Im Gegenzug erhöhte Krefeld in Minute 28 auf 7:4, die Vorentscheidung, wie sich im Nachgang herausstellte. Der ASC, nun wieder kämpferisch aufgewacht, warf trotzdem alles nach vorn, spielte offensiv und mit viel Risiko, um schnelle Torezu erzielen. Abwehrtechnisch ging das auf, Krefeld kam zu keinem Treffer mehr, doch auch der ASC konnte de daraus resultierende Möglichkeiten nicht nutzen – symptomatisch für das ganze Spiel in der zweiten Hälfte!
So scheiterte der ASC allein vor dem gegnerischen Tor gegen den Krefelder Keeper Kai Füge, der zudem mit seinen guten Paraden zum Spieler des Tages wurde. Lediglich einen erkämpften Strafwurf konnte Sascha Mischur 30 Sekunden vor dem Ende noch zur Ergebniskosmetik zum 5:7 Endstand nutzen. „Wir spielen nicht konsequent genug, überlassen dem Gegner meist ein Viertel und können das nicht mehr kompensieren“, analysierte ein sichtlich enttäuschter Trainer Nico Haberlandt im Gespräch mit Deutschland-Wasserball. Ein Fakt, der nicht nur auf dieses Spiel zu träfe. „Dabei ist das spielerische und konditionelle Können ist vorhanden, doch muss jetzt endlich der Knoten über die gesamte Distanz platzen“, forderte Kapitän Mischur vom ganzen Team
Im Monat April hat derASC nun fünf Spiele zu bestreiten und eins noch am 1. Mai, Höhepunkt wird das Derby gegen den OSC Potsdam am 7. April in eigener Halle sein. „Hierfür werden wir uns gezielt vorbereiten, der Monat muss Punkte im Kampf um den wichtigen 6. Platz der Hauptrunde B bringen“, so Haberlandt weiter selbstbewusst. Damit man noch mehr Spielpraxis sammelt, trifft der ASC bereits am kommenden Samstag, den 20. März auf den OSC Potsdam. In einem Benefizspiel, der Erlös kommt dem Potsdamer Hospiz zu Gute, wird man das Wohltätige mit dem Nützlichen verbinden. Los geht es am Brauhausberg um 17.15 Uhr.
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Statistik
ASC Brandenburg – SV Krefeld 72 5:7 (3:2, 1:0, 0:4, 1:1)
ASCB spielte mit: Koschmieder; Oldenburg; Stresow (1); Ebert (1); Haberlandt; Dupont (1); Geyer; Förster; Hehr P.; Marquardt; Mischur Sa. (1); Hehr Ch.; Mischur Seb. (1). Trainer: Nico Haberlandt/Betreuer:Thomas Borchert.
Schiedsrichter: Oheme/R. Frank.
Zuschauer: 100.
Spielort: Marienbad Brandenburg.
Spieler des Tages: Kai Füge (Krefeld 72).




















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