Mittwoch, 17. März 2010

Plauener Mannschaft verliert das Duell an der Neiße

Offene Bezirksmeisterschaft, Ju B: Görlitz gewinnt gegen SVV 23:12

Von Maik Dreßler

Görlitz. Die Nachwuchsspieler der Jugend B des SV Lok Görlitz haben in der Offenen Wasserball-Bezirksmeisterschaft für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Im Kampf um die vier Endrundenplätze gelang den jungen Neiße-Städtern ein 23:12 Kantersieg gegen den SVV Plauen, dem Titelaspirant. Vor heimischen Publikum und vor den Augen der Eltern sowie der Männerspieler spielte die Truppe von Heiko Schmidt groß auf und gewann zweimal.
SV Lok Görlitz – SVV Plauen 23:12 (4:4, 5:2, 8:4, 6:2)
Beim SVV Plauen, einem Titelaspiranten, wirken neben Spielern der Landesauswahl auch zwei Kader der Jugend-Nationalmannschaft (1995 und jünger) mit. Zwei richtig harte Brocken, von denen einer zum Glück für die Görlitzer nicht mit in die Neißestadt reisen konnte. So galt es besonders, den einen Vogtländer mit einer andauernden Pressdeckung in Zaum zu halten. Zudem wird die Jugend aus Plauen derzeit von dem ehemaligen Görlitzer Torsten Schmidt trainiert. Nicht nur, dass er ein gutes Händchen für den Nachwuchs entwickelt hat, nein – er kennt auch die Görlitzer Spieler, da er diese zuvor ebenfalls trainiert hatte.

Doch das half diesmal alles nicht: Die Taktik der Neißestädter Manndeckung zu spielen ging voll auf. Von Beginn an konnte der Spielmacher der Vogtländer am häufigen Torschuss gehindert und Zuspiele unterbunden werden. Im ersten Viertel gestaltete sich die Begegnung noch Unentschieden.

Doch bereits im folgenden Viertel spielten die Jungs um den Görlitzer Kapitän auf und sicherten ein knappen Drei-Tore-Vorspung zum 9:6. Zum einen schien das den Plauenern den Zahn zu ziehen, und die Görlitzer vor ihren Eltern zu Höchstleistungen anzustacheln. Aus einer äußerst sichern Abwehr heraus gelang es ihnen immer wieder zu kontern und so dem eigentlich unerwarteten Sensationssieg festzuzurren. Plauens Trainer Schmidt meinte: „Die Jungs haben nicht auf mich gehört, und die gestört, die Görlitz das Spiel machen, so viele gibt es da nicht.“

SV Lok Görlitz – SG Waba Dresden 22:5 (6:1, 5:2, 6:0, 5:2) Dass ein Sieg gegen die neu zusammengesetzte Mannschaft aus Dresden selbstverständlich ist, war allen Wasserballinteressierten klar. Zu groß sind die Leistungsunterschiede des Görlitzer Stammkaders, welcher teilweise feste Stammspieler der Landesauswahl Sachsen enthält. Auch die Nachrücker des Görlitzer Nachwuchses, welche sich im ersten Jahr gut in die Mannschaft integriert haben, haben erhebliche Leistungssprünge vollzogen. So hatten die Jungs aus der Landeshauptstadt Dresden nicht den Hauch einer Chance und gingen mit dem 5:22 regelrecht baden. (kese)

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