Finale im Pokal auf hohem Niveau – Unschöne Nebengeräusche
DSV-Pokal, Ju C: Finale sieht Duisburg beim 10:9 knapp vor Neukölln
Berlin. Der ASC Duisburg hat sich in der C-Jugend etwas überraschend den Titel des DSV-Pokal –Siegers 2010 geholt. Im Endspiel im Berliner Freibad in Britz behielten die Schützlinge von Oliver Müser in einem spannenden und ausgeglichenen Finale knapp mit 10:9 (3:2, 2:3, 2:2, 3:2) die Oberhand gegen die leicht favorisierte SG Neukölln aus Berlin mit Trainer Mario Schoubye, die noch im Dezember 2009 in der D-Jugend Deutscher Meister in Potsdam geworden war. Platz drei ging an die White Sharks Hannover, die gegen den West-Vize Meister, den Düsseldorfer SC, sicher mit 11:3 (2:1, 1:0, 7:0, 1:2) gewannen. Zur Halbzeit waren die Gäste aus Hannover mit 3:1 in Führung gelegen.
Die von der SG Neukölln bestens ausgerichtete Runde, für die schrecklichen äußeren Bedingungen und das nasskalte Wetter mit niedrigen Temperaturen konnte man den Berlinern natürlich keinen Vorwurf machen, wartete zu Beginn doch mit einigen kleinen Merkwürdigkeiten auf. Nicht die wie in den letzten Jahren üblich, dass der Gewinner der Gruppe Nord/Ost gegen den Zweiten der Gruppe Süd/West, und umgekehrt, eben in diesem bisher immer beschworenen Pokalmodus spielte, sondern mit einer unerwarteten Neuerung wartete Jugendleiter Dietmar Niechcial auf: Er hatte er die Ansetzungen nach seinen Aussagen diesmal gelost, was bisher immer so der Fall gewesen sei.
Bereits am 3. Mai, hatte er den Mannschaften seinen neuen Spielplan mitgeteilt. Darin kam es nun zu den Ansetzungen Neukölln Berlin gegen Düsseldorf und ASC Duisburg gegen die White Sharks Hannover. Nach dem Reglement der letzten Jahre wäre es aber zu den Spielen Duisburg gegen Neukölln Berlin und White Sharks gegen Düsseldorfer SC gekommen. Hat es den seit 2005 jemals eine Auslosung gegeben? Alle Trainer, mit Deutschland-Waserball dazu sprachen , bestätigten, dass das nie der Fall gewesen sei.
Diese Änderung war aber nur den Verantwortlichen der SG Neukölln ernsthaft aufgefallen, die sich daraufhin mit Dietmar Niechcial in Verbindung setzten, da sie glaubten, dass dies ein Druckfehler sei, so Neuköllns Trainer Mario Schoubye im Gespräch mit Deutschland-Wasserball.de. Doch der DSV-Jugendleiter bestätigte diese Ansetzung den Berlinern, für die damit der Sachverhalt klar und nicht zu ändern war.
Bei der Mannschaftsbesprechung vor dem Turnier sorgte das natürlich für verbale Debatten und Schlagzeilen und einigem Unmut bei beteiligten Mannschaften. So standen sich im ersten Turnierspiel der ASC Duisburg und wie White Sharks Hannover gegenüber. Überraschend behielten die Gäste aus dem Westen beim 11:6 (1:2, 2:1, 4:1, 4:2) die Überhand. Zur Halbzeit hatte es noch 3:3 gestandenen, im dritten Viertel 7:4 für die Duisburger. Sachkundige Augenzeugen berichten aber auch, dass die Hannoveraner doch hinter seinen Leistungen von der Vorrunde in Potsdam zurückblieben sei und selten ins Spiel fanden.
Im zweiten Halbfinale machte die SG Neukölln beim 21:4 gegen den Düsseldorfer SC schnell Nägel mit Köpfen und hatte keine Mühe gegen den West-Pokal-Zweiten. Damit spielten die Berliner vor heimischer Kulisse im Finale gegen Duisburg, während Düsseldorf und White Sharks Hannover um Platz 3 ihre Kräfte maßen.
Im Finale dominierte zuerst Duisburg (3.2 erste Viertel), und zog auf 5:3 davon, doch Neukölln kam zurück und schaffte bis zur Halbzeit den Ausgleich (5:5) und ging seinerseits mit 7:5 im dritten Abschnitt in Führung. Doch auch das war noch nicht das letzte Wort der Müser-Schützlinge. Zwei schnelle Konter brachten das 7:7. Diese zwei Tore verhalfen Duisburg zu einem neuen Aufwind, dass dann sogar mit 9:7 und 10:8 in Führung gehen konnte. Noch waren 3:30 Minuten zu spielen, und Neukölln kaum noch einmal zurück und markierte den 9:10-Anschlusstreffer. Doch die letzten Minuten brachte Duisburg mit Glück und Geschick über die Zeit und feierte nach dem Schlusspfiff frenetisch den DSV-Pokal-Gewinn 2010.
Damit sind für die Deutschen Meisterschaften 2010 schon einige Vorzeichen deutlich geworden: Denn mit Duisburg, Neukölln Berlin, White Sharks Hannover und auch dem OSC Potsdam melden wohl gleich vier Mannschaften Meisterambitionen bzw. Medaillenforderungen an. Für Spannung ist also bis so liegt, was für den deutschen Jugendwasserball nur gut sein kann. Künftig sollte es aber solche „Spielchen“, wie bei dieser Pokalendrunde, nicht mehr geben. Sie sind der ganzen Jugendarbeit in keiner Weise förderlich.
Außerdem gab es vor dem Spiel um Platz 3 zwischen Hannover und Düsseldorf einen Protest in schriftlicher Form vom Trainer des Düsseldorfer SC, der aus seiner Sicht deutlich machte, dass bei den White Sharks wohl ein unberechtigter Spieler mitwirken würde. Der Trainer der Wihte Sharks Hannover, Mike Bartels, erklärte auf Anfrage, dass man zu dem Spieler eine Anfrage mit dem Sachstand an den DSV gerichtet habe und vom Jugendsachbearbeiter eine positive Antwort erhalten habe, diesen entsprechenden Spieler einsetzten zu können.
Genaueres wird nun aber der Protest ergeben, den in erster Instanz wieder Wasserballwart Ewald-Voigt Rademacher auf den Tisch bekommen dürfte, da Rundenleiter Dietmar Niechcial ihn in Berlin nicht abhelfen konnte und den Einstaz des Spielers bei Hannover zu lies. Deutschland-Wasserball wird sich im verlauf der Woche dieses Themas noch einmal annehmen.
Torschützenliste in Berlin, DSV-Pokal-Endrunde C 2010:
Fabian Grohmann 1995 ASCD 7 Henry Laun 1995 Neukölln 7 Reiko Zech 1995 Neukölln 7 Leon Eilermann 1995 White Sharks 6 Maximilian Wiese 1995 Neukölln 5 Felix Struß 1996 White Sharks 4 Nils Illinger 1995 ASCD 4 Nils Elsenpeter 1995 ASCD 4 Gilbert Schimanski 1995 White Sharks 3 Andrij Kryshtal 1996 DSC 1898 3 Robert Phol 1995 Neukölln 3 Max Möller 1995 ASCD 2 Max Marker 1995 ASCD 2 Maxi Grube 1995 White Sharks 2 Eduard Harder 1995 DSC 1898 2 Joel Buchholz 1996 Neukölln 2 Christian Schneegans 1995 Neukölln 2 Jan Zoske 1996 Neukölln 2



















Der düsseldorfer Protest ist natürlich eine Retourkutsche für den Prostest der WhiteSharks gegen die Wertung des C-Pokalfinales im letzten Jahr gegen die Düsseldorfer.
Ich denke aber, dass die Situation hier eindeutig eine andere ist.
Leon Eilermann ist nicht eben mal eingeflogen wurden um den Pokal zu holen, sondern trainiert schon seit einem Jahr in Hannover mit den WhiteSharks zusammen. In seinem Heimatverein Georgsmarienhütte hat er keine Mannschaft in seinem Jahrgang. Dort hat er ein Meisterschaftsspiel in dem höheren Jahrgang (B-Jugend) mit gemacht, was zu seiner Sperrung führen soll. Weil eine Entscheidung bisher verzögert wurde hat er schon in der Vorrunde nicht für die WhiteSharks gespielt, obwohl er mit den WhiteSharks mit nach Potsdam gefahren war.
Ich denke man sollte diesem talentierten Spieler, nicht die Möglichkeit verbauen Erfahrungen bei Spielen auf hohem Niveau zu sammeln.
Der Düsseldorfer Protest ist natürlich keineswegs eine Retourkutsche, denn die Situation ist aus unserer Sicht genau die gleiche, wie im letzten Jahr.
Der Spieler Tamás Sedelmaier wollte ursprünglich langfristiger in Deutschland bleiben, eine Sprachschule besuchen und wäre mit Deutschen Wurzeln wohl auch für die Nationalmannschaft interessant gewesen. Er sollte für den gesammten Aufenthalt für den Düsseldorfer SC an den Start gehen und hätte mit Sicherheit das Jugendnievau zumindest in der C-Jugend deutlich erhöht und somit hätten auch hier alle Vereine profitiert. Durch den Protest haben seine Eltern nun aber von einem längerem Aufenthalt in Deutschland erstmal Abstand genommen.
“Retourkutsche” wir können es nur nicht verstehen, dass ein Verein der jetzt “zu Recht” seit einem Jahr einen solchen Juristischen Aufwand betreibt, nun den gleichen Fehler begeht! Auch wenn die Situation aus Hannoveraner Sicht jetzt eine andere sei, ist es denn noch so, dass der Wechseltermin nicht korrekt zu sein scheint. Ein Einsatz eines Jugendspielers in einer Saison in mehren Vereinen nicht in der WB vorgesehen ist. Ob jetzt in Ungarn/Deutschland oder innerhalb Deutschlands. Einzige Unterschied in den Fällen ist, dass Hannover ganz klar wusste das der Spieler bereits für einen Club im Einsatz war!
Sebastian, Ich finde es gut, dass du deine Sicht hier dargelegt hast.
Ich denke wir beide sind der Meinung, dass die WB an dieser Stelle geändert werden sollte.