Titelverteidiger aus dem Rennen um die Meisterschaft
2. Liga Nord: Poseidon Hamburg nun mit besten Karten auf den Titel
Hamburg. Am 17. Spieltag der 2. Liga Nord am Wochenende setzte sich der SV Poseidon Hamburg im hart umkämpften Spitzenspiel am heimischen Olloweg mit 6:5 gegen die SpVg Laatzen durch und landete damit einen echten „Big Point“ im Kampf um die Norddeutsche Meisterschaft. Die Hamburger haben mit nun 21:3 Punkten klar die beste Ausgangslage, und empfangen am 27. Juni die Freien Schwimmer Hannover (21:5) zum „Endspiel“ um die Nord-Meisterschaft und die Teilnahme am Aufstiegsturnier des DSV. Titelverteidiger Laatzen (20:6 Punkte) hat nach der knappen Niederlage im direkten Duell dagegen keine realistischen Chancen mehr auf den Titel im Norden der Republik.
Der Titelkampf im Norden ist weiterhin spannend, allerdings hat sich die Anzahl der Kandidaten auf den Titel von drei auf zwei reduziert. Poseidon Hamburg und die Freien Schwimmer Hannover machen die Meisterschaft am kommenden Sonntag im direkten Duell unter sich aus. Gastgeber Poseidon hat zwei Minuspunkte weniger und die leicht bessere Tordifferenz, allerdings erwartet die Hamburger am Freitag noch ein schwieriges Nachholspiel bei W98/Waspo II.
Damit rundet sich langsam das Bild der teilnehmenden Mannschaften auch für das DWL-Aufstiegsturnier, denn mit dem SV Brambauer (West), der SGW Leimen/Mannheim (Süd), möglicherweise Poseidon Hamburg aus dem Norden und dem bereits feststehenden SVV Plauen (Ost) gibt es vier echte Kandidaten für die zwei DWL-Aufstiegsplätze (Gruppe B), die Agier Uerdingen und der ASC Brandenburg frei machen müssen.
Die Ausgangslage vor dem mit Spannung erwarteten Spitzenspiel am Olloweg war denkbar einfach: Ein Laatzener Sieg hätte den fast sicheren Titel für die Leinestädter bedeutet, ein Heimsieg der Hamburger dagegen das „Aus“ des Titelverteidiger im Kampf um die Meisterschaft. Dementsprechend motiviert gingen beide Teams zur Sache, sodass sich eine hektisch und intensiv geführte Begegnung entwickelte, die zwar nicht hochklassig, dafür aber ungemein spannend, und von vielen Stürmerfouls und vergebenen Überzahlgelegenheiten auf beiden Seiten geprägt war. Zumeist behielten die Abwehrreihen und die beiden starken Torhüter die Oberhand, Tore waren in diesem kampfbetonten Spiel Mangelware.
Nach ersten Treffer für Poseidon durch Adrian Roehl gelangen den Gästen zum Ende des ersten Viertels zwei platzierte Fernschusstore zur 2:1-Führung nach acht Minuten. Die sicheren Abwehrreihen ließen auch im zweiten Abschnitt nicht viel zu, ein Überzahltor von Patrick Weik und ein abgefälschter Schuss von Tobias Müller sorgten für den Halbzeitstand von 3:2 für Laatzen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Gäste dann nach Auszeit in Überzahl die Chance zur ersten Zwei-Tor-Führung, vergaben diese aber, und kassierten stattdessen einige Minuten später den 3:3-Ausgleich durch Dennis Weiß. Eine Einzelaktion von Jens Möller sorgte dann kurz vor der letzten Viertelpause für die erneute 4:3-Führung der Gäste, die mit dieser auch ins letzte Viertel gingen, dabei allerdings auf Kapitän Ramon Dohle (drei persönliche Fehler) verzichten mussten, und so in der Abwehr anfälliger waren.
Im Schlussviertel erreichte die Spannung dann ihren Höhepunkt, beide Teams kämpften verbissen, und auf Hamburger Seite war dann wieder einmal Björn Aschmoneit der Mann für die entscheidenden Tore. Er verwandelte zunächst einen Strafwurf zum 4:4 und erzielte dann nur knapp eine halbe Minute später im Center das umjubelte 5:4 für Poseidon (29. Minute) – die erste Führung der Gastgeber seit dem ersten Viertel.
Laatzen kämpfte um die letzte Titelchance und kam nach einer ruhig ausgespielten Überzahl durch Jens Möller zwei Minuten vor Schluss tatsächlich wieder zum 5:5-Ausgleich. Da den Laatzenern nur ein Sieg entscheidend weiter geholfen hätte, warfen die Gäste noch einmal alles nach vorn, kamen aber zu keinem Treffer mehr. Stattdessen nutzte Poseidon die entstehenden Räume zum 6:5-Siegtreffer durch Patrick Weik 26 Sekunden vor dem Spielende.
Der Rest war Jubel am Olloweg, Poseidon Hamburg war in einem absolut ausgeglichenen und hochspannenden Spiel am Ende die Mannschaft mit den besseren Nerven und machte so einen großen Schritt Richtung Titel im Norden. Zwei schwere Brocken warten auf die Hamburger allerdings noch, am Freitag, 25. Juni tritt Poseidon in einem Nachholspiel bei W98/Waspo Hannover II an, und am Sonntag (27. Juni) folgt dann das bereits erwähnte „Endspiel“ gegen die Freien Schwimmer Hannover.
Der Titelkampf im Norden ist also weiterhin offen und spannend, allerdings hat sich die Anzahl der Kandidaten nun von drei auf zwei reduziert. Auf den weiteren Positionen herrscht dagegen weitgehend Klarheit, W98/Waspo II hat durch einen 13:5-Sieg im Nachholspiel gegen Braunschweig den 4. Platz sicher, die Braunschweiger haben durch die Niederlage ihrerseits nun keine realistische Chance mehr, Hellas Hildesheim vom 6. Platz zu verdrängen, sodass das „Endspiel“ um die Meisterschaft komplett im Fokus des letzten Spieltages am kommenden Wochenende steht.
Die Freien Schwimmer Hannover siegten mit 15:9 bei der Hamburger Juniorenauswahl, das vierte Spiel des 17. Spieltages fand dagegen nicht statt, da die SG W98/Waspo Hannover II wie schon im Hinspiel nicht gegen die White Sharks Hannover antrat, und somit eine kampflose 0:10-Niederlage hinnahm.
Den ersten zählbaren Saisonsieg landete Schlusslicht Gut-Heil Billstedt, dass sich überraschend deutlich mit 13:4 gegen Eintracht Braunschweig durchsetzte und sich damit auch in der Tabelle bis auf einen Punkt an die Eintracht heran schob. Mit einem Sieg am letzten Spieltag hätte Billstedt damit sogar die Chance die „Rote Laterne“ noch abzugeben, allerdings geht es am Samstag gegen den Titelverteidiger SpVg Laatzen ins Wasser.


















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