“Ich habe einfach eine falsche Entscheidung getroffen…”
Erneut zum Zuschauen verdammt: Keeper Tim-O. Fischer nicht nominiert
Duisburg. Im ersten Moment war es die pure Enttäuschung. Wieder wurde ASCD-Torhüter Tim-Ole Fischer von Bundestrainer Hagen Stamm nicht für ein großes Turnier berücksichtigt, wie schon im letzten Jahr erhielt der Berliner Roger Kong den Vorzug.„Es ist nicht so wie im vergangenen Jahr“, wendet Fischer ein. „Diesmal habe ich im Nachhinein eine falsche Entscheidung getroffen.“So habe ihm Stamm die Wahl gelassen, in welcher Partie er im abschließenden Turnier vor der Europameisterschaft in Kroatien (29. August bis 11. September) in Budapest das Tor hüten wolle. „Ich habe mich für Ungarn entschieden, weil wir zuletzt gegen sie immer gut gespielt habe und ich hatte ein gutes Gefühl. Es ist natürlich blöd gelaufen, dass die Mannschaft ausgerechnet da einen ganz schlechten Tag erwischt hat“, so Fischer.
Dass Stamm seine endgültige Entscheidung ausgerechnet an diesem letzten Spielen festmachte, versetzte dem Duisburger schließlich den K.o. „Natürlich hatte Tim-Ole leistungsmäßig einen Vorsprung und ist mit einem Kredit zur Nationalmannschaft gekommen, aber Roger hat zuletzt sensationell gehalten, da gibt es keine zwei Meinungen“, rechtfertigt Stamm seine Entscheidung. „Für Tim-Ole tut es mir persönlich sehr leid, aber entscheidend ist die Leistung und da war Roger diesmal eben besser.”
Für Fischer selbst ist die erneute Nichtberücksichtigung zwar ein Rückschlag, aus der Bahn werfen lassen will er sich aber nicht. „Natürlich bin ich frustriert, aber ich bin niemand, der aufgibt. Für mich heißt das, dass ich noch besser werden muss. Mein Ziel bleibt Olympia 2012.“
Bei aller Enttäuschung über das Aus für Fischer freuen sich die Duisburger aber auch über die Nominierung von Tobias Kreuzmann, Julian Real, Paul Schüler und Neuzugang Sven Rößing. „Für Paul und Sven freut es mich besonders. Die beiden mussten bis zuletzt zittern. Ich wünsche den vier Jungs eine tolle EM“, so Fischer.
Auch Hagen Stamm räumt ein, dass die Entscheidung zugunsten von Schüler und Rößing hauchdünn ausfiel. Stamm: „Es war sehr eng, aber sie sind eine Investition in die Zukunft und haben es sich verdient. Ich denke, in Duisburg wird sich diesmal niemand beschweren können.



















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