Katrin Dierolf vor achtem EM-Turnier in Folge
EM für Frauen: Erst seit 1985 werden diese ausgespielt
Zagreb. Deutschlands Frauen werden bei dem am 31. August startenden Europameisterschaftsturnier in Zagreb (Kroatien) eine der erfahrensten Spielerinnen des Turniers in ihren Reihen haben: Katrin Dierolf vom deutschen Meister SV Blau-Weiß Bochum wird an der Save ihr achtes EM-Turnier in Folge seit 1995 bestreiten und damit zu Deutschlands langjährigen Wasserball-Größen Petra Olek, Sabine Kottig und Stefanie Schindelbauer aufschließen.
Es ist mehr als nur ein kleines Stück Wasserball-Geschichte: Europameisterschaften für Frauen werden anders als bei den Männern, die bereits seit 1926 um Titel kämpfen, erst seit 1985 ausgespielt. wobei die deutsche Mannschaft wie die Niederlande und Ungarn bisher bei allen 13 Titelkämpfen dabei war.
Die 31jährige hat seitdem auch einige Umwälzungen im Frauenwasserball erlebt: Als Dierolf, damals noch in den Farben ihres Heimatvereins SSV Esslingen im Alter von 16 Jahren 1995 in Wien (Österreich) ihr EM-Debüt gab, war Frauen-Wasserball noch nicht einmal olympisch. Darüber hinaus waren die europäischen Titelkämpfe ebenso wie das Männerturnier damals noch Teil der großen Schwimm-Europameisterschaft, was sich erst 1999 mit eigenständigen Meisterschaften ändern sollte.
Seit dem Debüt an der Donau war Dierolf bei allen Titelkämpfen dabei, mußte allerdings auch einmal ohne einen Einsatz nach Hause fahren: 2006 erlitt die Bochumerin vor dem ersten Spiel in Belgrad (Serbien) einen Handbruch, allerdings hatte dieses keinen Einfluß auf die weitere Karriere, die seit 2003 auch vier WM-Teilnahmen in Folge brachte. Die Bochumerin könnte sogar noch nachlegen, es im Olympiajahr 2012 im niederländischen Eindhoven noch eine weitere Europameisterschaft gibt, die vor London stattfinden wird.
Mit der erwarteten Nominierung für Zagreb zog Deutschlands Frontfrau auch mit drei langjährigen Größen des deutschen Frauen-Wasserballs gleich: Deutschlands Rekordnationalspielerinnen Sabine Kottig und Stefanie Schindelbauer hatten es bis 2003 ebenfalls auf acht Einsätze bei den kontinentalen Titelkämpfen gebracht, und Torjägerin Petra Olek war von 1985 bis 1999 bei den ersten acht Frauen-Europameisterschaften in Serie dabei gewesen und bei der Premiere 1985 in Oslo (Norwegen) sogar die Bronzemedaille gewonnen.


















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