Hammer: Spandau Berlin schlägt deutschen Meister 12:5!
DSV-Pokal, Ju B, Vorrunde.: Die Favoriten machen kurzen Prozess

Überrachungssieger Spandau 04 Berlin schlägt heute den deutschen Meister White Sharks Hannover in der DSV-Pokalrunde Nord/Ost 12: 5. Foto: Spandau 04 Berlin
White Sharks Hannover – SG Neukölln Berlin. 13:3 (2:1, 2:1, 5:0, 4:1). Als Norderster trafen die Weißen Haie im ersten Spiel auf den Ostzweiten SG Neukölln Berlin. Im ersten Spielviertel konnten die Berliner die Angriffe der Niedersachsen noch recht häufig abwehren, Lukas Diercks-Frank eröffnete die Torfolge in der 2. Minute zum 1:0. Gleich darauf traf Niklas Ahlert zum 2:0. Einen gegnerischen Strafwurf konnte Kevin Götz halten, im Gegenzug konnte Lukas Deike einen Strafwurf aber auch nicht verwandeln. Das erste Viertel wurde beendet durch das 1:2 – ein wunderschöner Bogenball – der Neuköllner beendet.
Das zweite Viertel verlief ähnlich, langsam zeigte sich die erwartete Überlegenheit der Spielstarken Niedersachsen, die auch einen Großteil der C-2-Nationalspieler stellen Aufsetzertor und ein „Ausgucker“, brachten das 4:1 bei einem weiteren Gegentor der Jungs aus Britz, also 4:2 Halbzeitstand! Danach war der Gastgeber mit seinem Latein und den Kräften am Ende: Auf 9:2 zogen die Niedersachsen bis Ende des dritten Viertels davon. Nun war die Moral der Bundeshauptstädter gebrochen, mit 13:3 (endet die Partie für die White Sharks Hannover.
W98/Waspo Hannover – Wfr. Spandau 04 Berlin 3:17 (1:2, 0:6, 1:5, 1:4). Im zweiten Spiel des ersten Teils traf der Nordzweite W98/Waspo auf den Ostersten Spandau 04 Berlin. Bei herbstlichen Temperaturen keine angenehme Aufgabe in einem Freibad. Genau dies spiegelte sich im ersten Viertel wieder, trotz großer Überlegenheit gelang nach 8 Minuten nur ein 2:1-Führung der Berliner. Leider konnten die Hannoveraner nur im ersten Viertel mithalten. Doch ab dem 2. Abschnitt wurde es die deutliche Angelegenheit, die sich die Berliner um das Trainerduo Sabine Kleine/Dirk Hohenstein erhofft hatten. Systematisch wurde der Vorsprung über 8:1 und 13:2 ausgebaut. Waspo konnte da einem leid tun. Die “gut im Saft” stehenden Spandauer, in der Vorwoche spielen sie noch ein hartes Turnier in Polen, zogen auch im 4. Viertel nicht die Handbremse an, wechselten nun aber munter durch.
Aber auch der Abschnitt wurde mit dem 4:1 klar gewonnen, so dass das am Ende das mehr als deutliche 17:3 zu Buche stand. Damit waren die Sharks und die Spandauer bereits für die Endrunde am 23. und 24. Oktober qualifiziert, wobei der Endspielort noch offen ist. Spandau 04 Berlin will sich aber nun auf jeden Fall bewerben, wie die Trainerin verdeutlichte.
SG Neukölln Berlin – W 98/Waspo Hannover 20:5 (?:?, ?:?, ?:?, ?:?)
Im Spiel um die „Goldene Ananas“, also dem an sich bedeutungslosen dritten Platz, zeigte der Gastgeber, dass auch er guten Wasserball spielen kann. Der Überraschungsnordzweite, W 98/Waspo Hannover konnte in keiner Phase mithalten. Die Neuköllner mit Trainer Florinel Chiru bauten ihren Vorsprung systematisch aus und feierten am Ende einen 20:5-Kantersieg. So wurden die Berliner zumindest für ihre Bemühungen als kurzfristiger Ausrichter belohnt. Sie wissen aber auch, dass es zur nationalen Spitze doch noch ein Stück des Weges ist.
White Sharks Hannover – Wfr. Spandau 04 Berlin 5:12 (0:3, 1:1, 3:3, 1:5)
Das hatte niemand erwartet: Im Finalspiel konnten die Berliner von Spandau die Sensation vollbringen, und dem vermeintlich großen Favorit, die White Sharks Hannover, mit 12:5 bezwingen. Noch in der Vorwoche hatten die Spandauer in Gorzow gegen die Sharks 4:8 verloren. Nun aber konnten sie sich in Britz eindrucksvoll gegen den aktuellen deutschen Meister revanchieren.
Bei anbrechender Dunkelheit und unter Flutlicht begann Spandau sehr konzentriert und konnte bereits das erste Viertel mit 2:0 für sich entscheiden, und das trotz eines verschossenen Fünfmeters von Tim Donner. Auch im 2. Viertel fanden die Hannoveraner, die in dieser Altersklasse im Juni immerhin Deutscher Meister geworden sind, nicht ins Spiel. Spandau 04 Berlin zog auf 4:0 davon, ehe die Hannoveraner ihre ersten Treffer und später den zweiten Versuch zum 4:2-Halbzeitstand nutzen konnten.
Wer jetzt mit einer Wende im Spiel rechnete lag weit daneben, auch das dritte Viertel ging an die Bundeshauptstädter, und so stand es vor dem Schlussabschnitt 7:4. Im letzten Viertel lief bei Hannover dann gar nichts mehr zusammen, während es so schien als würde Berlin fast alles gelingen. Mit einem 12:5-für die Spandauer gegen den Deutschen Meister hatte nun wirklich niemand gerechnet. “Dieses etwas überraschende Resultat war das Ergebnis einer tollen Mannschaftsleistung, aus der unser Torwart Valeri Lyulya, der eine tolle Partie machte und einen Fünfmeter parierte, noch heraus ragte”, bilanzierte Trainerin Sabine Kleine.
Doch leider bleibt dieser Erfolg “nur” ein Sieg für das Selbstvertrauen. Der Vorrundenerfolg, der in der Vergangenheit ein Spiel gegen den Zweiten der anderen Vorrundengruppe im Pokalhalbfinale gebracht hätte, scheint in diesem Jahr bedeutungslos, da das andere Vorrundenturnier abgesagt wurde.
Hier sind der SSV Esslingen und der ASC Duisburg kampflos weitergekommen. Nun gilt es abzuwarten, wem die Berliner im Halbfinale zugelost bekommt bezw. wie DSV-Jugendsachbearbeiter Dietmar Niechcial den Endrundenspielplan gestaltet/lost. Aus jetziger Sicht, hätte das Spiel Esslingen gegen Duisburg dann doch Sinn gemacht, wäre Pflicht gewesen oder???
Alle Ergebnisse von 2008 -2010 findet ihr hier!


















Aus jetziger Sicht, hätte das Spiel Esslingen gegen Duisburg dann doch Sinn gemacht!
Hm, naja – dann hätten die Sharks Spandau halt geschlagen…
Anmerkung Webmaster: Hm, naja – haben sie zur Überraschung fast aller aber nicht!