Jüngste streiten im Forum um Ostdeutsche Krone
Ostdeutsche Endrunde, Ju E: Plauen und Neukölln tragen Favoritenlast
Chemnitz. Am Wochenende wird in Chemnitz in der 50-Meter-Halle die Endrunde um die Ostdeutsche Meisterschaft 2010 im Wasserball der Jugend E ausgespielt. Fünf Mannschaften haben sich für dieses Endturnier, welches der SC Chemnitz morgen und übermorgen ausrichtet, nach Vor- und Zwischenrunde qualifiziert. Auf dem direkten Weg schafften die SG Neukölln Berlin und und aus dem Vogtland der SVV Plauen den Sprung um den Kampf in die Ostdeutsche Endrunde. Während Gastgeber SC Chemnitz von 1892, die HSG TH Leipzig und der OSC Potsdam den Umweg über die Zwischenrunde gehen mussten, während der SV Brandenburg auf der Strecke blieb.Diese Zwischenrunde, auch in Chemnitz am 2. und 3. Oktober an gleicher Stelle ausgetragen, gewann übrigens etwas überraschend der zweite der am Ende drei sächsischen Vertreter, nämlich die HSG TH Leipzig. Im Spiel um den ersten Zwischenrundenplatz besiegten die jungen Messestädter um Trainer Robert Oeltz die Brandenburger aus Potsdam mit Trainer-Urgestein Harry Vollbert.
Der SC Chemnitz nutze die Gunst der Stunden und schlug die Brandenburger vom SV, inzwischen zur SG Brandenburg (mit dem ASC/SV 2000 fusioniert) und kam so als Dritter noch in die Endrunde. Deren Trainer, Ulrich Müller, sieht nun den SVV Plauen ganz klar vorne, während er daran glaubt, dass sein Team, die Leipziger sowie die Neuköllner aus Berlin und Potsdam um die Medaillen streiten werden. “Plauen ist nicht schlagen”, so Müller in seiner Prognose im Gespräch am Donnerstag mit Deutschland-Wasserball.
Die Mannschaft des SVV Plauen um Kapitän Justin Korsing hatte bei der Vorrunde Anfang September in eigener Halle die direkte Qualifikation für das Endturnier geschafft und zwar mehr als souverän: Potsdam, Chemnitz und Spandau 04 Berlin holten sich regelrechte “Sätze” ab, Spandau schied aus. Nach dieser Vorstellung und mit den zweistelligen Ergebnissen wird der Plauener Mannschaft nicht nur in Sachsen eine Favoritenrolle zugesprochen. Doch hat sie sich in den letzten sechs Wochen auch entsprechend weiterentwickelt?
Plauens Trainer Hansjoachim Michel: „Verschiedene Meldungen und Bericht zeigen, dass das Leistungsniveau unserer Mannschaft sehr hoch eingestuft wird. Aus unserer Sicht sind alle Teilnehmer der Endrunde Kandidaten für den Titel”, stapelt er wohl bewusst etwas tiefer, um den Druck von den Schultern seiner Kinder zu nehmen. Er, der ehemalige Vorsitzende der Landesgruppe Ost, ist zuversichtlich, dass seine Plauener gut drauf sind. “Wir werden versuchen, in jedem Spiel von Beginn an die Spielführung zu übernehmen und mit höchster Konzentration die vier Viertel zu bestreiten.“
Vor zwei Wochen gewann das Team die Landesmeisterschaft 2010 in Sachsen, da waren aber die Gegner, außer dem SC Chemnitz, der sich ansprechend formverbessert zeigte, gemessen am Ostdeutschen Maßstab, eher nur zweitklassig: Der SVV Plauen schlug den TSV Nema Netzschkau 27:0, die SG Waba Dresden 20:1 und eben den SC Chemnitz 11:3. In der Vorrunde hatten die Chemnitzer, nur einmal zur Erinnerung, noch 1:23 verloren. Leipzig hatte nicht gemeldet, aus taktischen Gründen?
Aber auch auf die SG Neukölln Berlin muss geschaut werden: Die gewann Ende September den Berliner Pokal und zwar ebenfalls sehr sicher: Zwei Spiele, zwei Siege, 28 Tore, kein Gegentor; das war die Bilanz der Jungs aus Britz in der Schwimmhalle Seestraße. Die junge Mannschaft wird betreut von Betreut von Annika Höft, Oliver Möbius und federführend Patrice Thurow, einem Spieler aus dem Team der ersten Männer. Der erste Gegner hieß immerhin Wasserfreunde Spandau 04 Berlin, welcher mit 18:0 (!) besiegt werden konnten. “Hier kam besonders unsere grandiose Abwehrleistung zum tragen, sodass Spandau im gesamten Spiel zu keinem gefährlichen Torschuss kam” freute sich Thurow.Am Sonntagnachmittag sollte das zweite Spiel gegen den SC Wedding Berlin stattfinden. Da die gegnerische Mannschaft keine sieben Spieler zusammen bekam, gewannen Neukölln kampflos mit 10:0 das Spiel, was wiederum die Neuköllner ärgerte, obwohl sie damit Berliner Pokalsieger 2010 waren. Viel lieber hätten sie gespielt und nochmals hart getestet – es sollte nicht sein.
So sind die Karten für die Endrunde neu gemischt. Alle Teams haben Anstrengungen unternommen, sich optimal vorzubereiten und nun muss man schauen, wer die Belastung von vier Spielen an zwei Tagen am Besten verkraftet.




















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