Emotionale Siegerehrung Höhepunkt der Meisterschaft
DM-Endrunde, Ju D: Meistertrainer erklärt Rücktritt – Tolles Endturnier
Potsdam. Mit dem Küren des Deutschen Meisters der D-Jugend 2010 in Potsdam am Wochenende sind die nationalen Wettbewerbe in der Fachsparte Wasserball in der der alten Saison abgeschlossen. Nach drei spannenden Turniertagen und 15 Spielen im Modus “jeder gegen jeden” in der Potsdamer Schwimmhalle am Brauhausberg sicherten sich die Wasserfreunde Spandau 04 Berlin vor Bayer 08 Uerdingen und Lokalrivale SG Neukölln Berlin erstmals in der zum 7. Mal ausgespielten Meisterschaft nach zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen den Titel. Die Plätze 4 bis sechs bei dem Championat gingen an die Teams aus Potsdam, das ein hervorragender Gastgeber war, dem SC Neptun Cuxhaven und dem SVV Plauen.

Im ersten Moment etwas enttäuscht, aber dann kam auch bei Bayer-Trainer Bartek Luczak Freude auf. Foto: Nils Fischbach
Höhepunkte aus sportlicher Sicht waren die Vergleiche zwischen Gastgeber OSC Potsdam und der SG Neukölln Berlin (13:14) mit 42 persönlichen Fehlern, das 14:14 zwischen Neukölln Berlin und Newcomer SC Neptun Cuxhaven sowie das vorgezogene „Endspiel“ am Sonntagvormittag zwischen den Wfr. Spandau 04 Berlin mit dem Trainertrio Christian Wichert/Thomas und Maximilian Meißner und dem selbstbewusst aufspielenden SV Bayer 08 Uerdingen mit dem Trainertrio Bartek Luczak, Fabian Hannen und Anja Seyfert, welches erst im 4. Abschnitt entschieden wurde und schließlich mit 16:12 für die Berliner endete.
Emotionalster Höhepunkt war aber aus Sicht von Deutschland-Wasserball.de, Wasserball.de, das der großen Unterstützung des OSC Potsdam sowie der wasserballverrückten Familie Kleine drei Tage von diesem sportlichen Höhepunkt berichten durfte, die tolle, ergreifende und zu Herzen gehende Siegerehrung aller Mannschaften, die Auszeichnung des Allstarteams, der Dank an die Schiedsrichter und Offiziellen sowie Sprecher Michael Czempiel und die Verabschiedung von Meistertrainer Christian Wichert. Ein herzlicher Dank an den OSC Potsdam um die Organisatoren Stefan Hasche/André Laube und der vielen fleißigen Helfer – das habt ihr einfach super gemacht!
So eine Meisterschaft wird hoffentlich lange in den Köpfen der jungen Sportler nachwirken und sie im kommenden Jahr zu weiteren Leistungsschüben im Training und Wettkämpfen anspornen. Wer einmal so eine Endrunde erlebt hat, der will wieder zu so einem nationalen Höhepunkt reisen und dabei sein- viel besser organisiert geht es wohl wirklich nicht mehr.
Auch Ehrungen gab es. So wurde Neptun Cuxhaven als die fairste Mannschaft geehrt, da sie die wenigsten persönlichen Fehler vorzuweisen hatte. In Allstarteam gewählt wurden: Alexander Watzke (Bester Torwart/Bayer Uerdingen), Ben Boffen (Bester Spieler/Bayer Uerdingen), Gabriel Satanowsky (Bester Torschütze/OSC Potsdam), Tomi Tadin, Wolf Moog, Maximilian Ghalayini (alle Wfr. Spandau 04 Berlin), Moritz Steinbach (SG Neukölln Berlin).
Aber auch beispielsweise Benn Reibel und oder Frederik Neber (beide Bayer), Philipp Kurowsky und Josef Immermann (Spandau 04 Berlin) Sascha Petznik oder Jannes Sulitze (beide Neukölln), Tom Brüggemann, Bastain Mockenhaupt, Jorge Koeppen oder Lennart Knabe (alle Cuxhaven), oder Maximilian Reihs und Frederick Korbel (beide Potsdam) oder Jonas Reinhart oder Hannes Bräutigam (beide Plauen) wären sicher auch Kandidaten für dieses Team gewesen, sind sie zumindest Deutschland-Wasserball sehr positiv aufgefallen. Möglicherweise ist der eine oder andere im weiteren Kreis der C-4-Kandidaten in 2011 mit von der Partie – zu gönnen wäre es ihnen allesamt.
Weniger schön in dem Zusammenhang war, dass die künftigen C-4-Talente nicht von den Verantwortlichen aus dem Norden, der im kommenden Jahr zuständig ist, nun bereits hier beim nationalen Höhepunkt unter „die Lupe“ genommen wurden. Laut Aussage Leistungssportreferent Wasserball, Dr. Klaus Nottrodt, und auf Nachfrage von Deutschland-Wasserball.de sei der künftig zuständige Trainer weder von Hagen Stamm noch vom Fachspartenvorsitzenden berufen. Wohl klar sei, dass in 2011 der niedersächsische Landestrainer Holger Rähse der Mann am Becken der C 4 sein werde.
Zum Glück für den DSV war aber Berlins Leitender Landestrainer, Dirk Hohenstein, vor Ort, der nach Kenntnis der Situation und kurzer telefonischer Rücksprache mit Bundestrainer Hagen Stamm, der sich wiederum am Sonntag das Spiel zwischen Spandau und Bayer vor Ort anschaute, um Sonnabend und Sonntag eine erste Sichtung der 97/98er vornahm. „Ich habe fast alle Spiele angeschaut und insgesamt 27 Spieler auf meinen Bericht, dem ich den Chef-Bundestrainer zukommen lasse. 16 davon habe ich bereits in der engeren Wahl“, verdeutliche Hohenstein im Gespräch mit Deutschland-Wasserball.de. Die teilweise sehr ansprechenden Leistungen der Aktiven so auch „offiziell“ gesehen wurden.
So betrachtet, Ende gut – fast alles gut, und
Zahlen und Fakten
Allstar-Team D 2010
Alexander Watzke (Bester Torwart/Bayer Uerdingen), Ben Boffen (Bester Spieler/Bayer Uerdingen), Gabriel Satanowsky (Bester Torschütze/OSC Potsdam), Tomi Tadin, Wolf Moog, Maximilian Ghalayini (alle Wfr. Spandau 04 Berlin), Moritz Steinbach (SG Neukölln Berlin )
Torschützenliste:
1. Gabriel Satanowsky (Potsdam) 49 Tore
2. Ben Boffen (Bayer Uerdingen) 38
3. Tomi Tadin (Spandau Berlin) 33
4. Joseph Immermann (Spandau Berlin) 27
5. Moritz Steinbach (Neukölln Berlin) 25
6. Wolff Moog (Spandau Berlin) 23




















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