Nordrhein-Westfalen hofft auf den 5. Sieg in Folge
31. Alves-Pokal: Auch Berlin und Niedersachsen sind heiß aufs Podest

Erstmals seit 1998 ist Schleswig-Holstein wieder dabei, hauptsächlich getragen von Neptun Cuxhaven. Foto: Ralf Fischbach
Die erste Auflage dieser fest im DSV-Terminkalender etablierten Veranstaltung fand bereits 1981 im damaligen Bundesleistungszentrum Hannover statt, bis heute gilt der Alves-Pokal als der wichtigste Ländervergleich der männlichen C-Jugend und ist gleichzeitig eine offizielle Sichtung für die C-3-Jugend-Nationalmannschaft.
Schon seit Jahren hat Sachbearbeiter Marc Zirzow (Hannover) den Hut bei dieser dreitägigen Veranstaltung auf. So wird bei dem bundesweiten Vergleich, diesmal für Aktive der Jahrgänge 1996 und jünger, nach langer Abstinenz erstmals wieder ein Auswahlteam aus Schleswig-Holstein an den Start gehen. Die Favoriten sind aber andere Verdächtige: Zu nenen wären da klar der Vorjahressieger, der Landesschwimmverband Nordrhein-Westfalen, der starke LSV aus der Bundeshauptstadt Berlin sowie die LSV Niedersachsen und der LSV Brandenburg, der immer so ein bisschen das Zünglein an der Waage spielte, und heuer?
Nachdem die Wasserballhochburg Nordrhein-Westfalen zuletzt gleich viermal in Folge (!) den Alves-Pokal gewann, hier betreut von Christian Vollmert, zählt der NRW-Nachwuchs auch zu den Top-Teams. Berlin um Trainer Slawomir Andruszkiewicz ein ernsthaftes Wörtchen um den Titel mitreden. Im Vorjahr reichte es für die Berliner beim Alves-Pokal zum 2. Platz und bei der Berliner Auswahl wurde fleißig gearbeitet und zusätzliche Wasserfläche “geschaffen”, damit die Jungs gut vorbereitet nach Berlin fahren.
Auch Gastgeber Niedersachsen (Trainer Holger Rehse) möchte sich natürlich stark präsentieren, und wie im Vorjahr, als es Platz 3 gab, eine Platzierung auf dem Treppchen einfahren. Nur geringe Außenseiterchancen aufs Podest zu rutschen haben der LSV Sachsen und der LSV Baden-Württemberg. Unterschätzen darf man auch Schleswig-Holstein nicht. Getragen vom Team des SV Neptun Cuxhaven belegte die Mannschaft unter Udo Kattenberg immerhin Platz 5 bei der Deutschen Meisterschaft der D-Jugend im Dezember in Potsdam. Nun wird man schauen, wie sich das Team mit der einen oder anderen Verstärkung aus dem Norden der Republik entwickeln konnte.
Ein Auswahlteam des nördlichsten Bundeslandes hatte 1998 beim Alves-Pokal sogar die bis dato einzige Bronzemedaille geholt – damals überwiegend mit Spielern des ETSV Gut-Heil Itzehoe einschließlich des heutigen Nationalspielers Tim-Ole Fischer (Nationalmannschaft/ASC Duisburg) zwischen den Torpfosten (WW). Damals belegete übrigens des Team aus Itzerhoe bei der Deutschen Meisterschaft, damals in Krefeld gespielt, einen guten dritten Platz. Könnte man das übertragen, müsste das Team aus dem Norden sogar auf Platz fünf einkomen. Aber solche Quervergleiche hinken, können aber aufzeigen, was durchaus möglich ist.
Zum Gedenken an Jörg-Rainer Alves und seine Verdienste um die Jugendarbeit stiftete der Schwimmverband Niedersachsen einen Wanderpokal, der für den Sieger des bundesweiten Ländervergleichs der C-Jugend vergeben wird. Gespielt wird der Alves-Pokal traditionell im Sportleistungszentrum Hannover, inzwischen immer Ende Februar.
LSV Brandenburg will ins Halbfinale
Das 14-köpfige Aufgebot der Wasserball-Landesauswahl Brandenburg der Jahrgänge 96 und jünger reist nach Hannover Mit den Torleuten Lion Zeisberg und Tobias Knüttel sowie den Feldspielern Max Kössler, Philipp Boreck, Henry Jaeschke, Lukas Küppers, Ferdinand Korbel, Maximilian Reihs, Frederick Korbel, Gabriel Satanovsky und Phillip Eckelmann wird das Gros des Brandenburger Teams vom OSC Potsdam gestellt. Ergänzt wird die Mannschaft von Trainer André Laube durch Jan-David Peters, Erik Schidlowski und Marlon Reltoff von der SG Waba Brandenburg.
Aber auch das Brandenburger Team möchte im Ringen um Edelmetall ein Wörtchen mitreden. „Wir wollen auf jeden Fall ins Halbfinale“, sagt Trainer Laube. Dabei müsse aber zunächst die schwere Vorrunden-Phase als Zweiter abgeschlossen werden.
Mit NRW, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und schließlich Brandenburg ist die Gruppe schwerer einzuschätzen. In der parallelen Staffel stehen sich Berlin, Niedersachen, Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen gegenüber. Letztes Jahr belegte das Laube-Team den 4. Platz nach einer unglücklichen 7:9-Niederlage im „kleinen Finale“ gegen Niedersachsen. Zum besten Spieler des Turniers wurde damals Potsdams Center Leonard Grütte gekürt. Zusammen mit Julian Drachenberg (beide Jahrgang 95) waren sie die dominierenden Spieler beim Landesschwimmverband Brandenburg. Beide schafften den Sprung ins deutsche C2-Jugend-Nationalteam (Jg. 94/95). Dieses bereitet sich gerade auf die Qualifikation zur Jugend-Europameisterschaft vor. Gerade waren beide für zehn Tage im Trainingslager mit anschließendem Turnier im Miami.
LSV Brandenburg:
Philipp Boreck, Henry Jaeschke, Ferdinand Korbel, Lion Zeisberg, Lukas Küppers, Max Kössler, Frederick Korbel, Maximilian Reihs, Phillip Eckelmann, Gabriel Satanovsky, Tobias Knüttel (alle OSC), Jan-David Peters, Erik Schidlowski, Marlon Reltoff (SG Waba Brandenburg). Trainer: André Laube.
Alle Ansetzungen und später die Ergebnisse gibt es hier und im Live-Ticker!


















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