Berliner Auswahl dominiert größtes deutsches Jugendturnier
11. Zwergenpokal: Auffälliges Gefälle nach vier Top-Teams
Chemnitz. Die Berliner Auswahl mit dem Trainerduo Gerhard Tietke/David Skillen war die Übermannschaft bei der 11. Auflage des Zwergenpokals in Chemnitz. Sie besiegte im Finale die Auswahl aus Niedersachsen überraschend deutlich mit 11:3 – das hatte so, auch nach dem Turnierverlauf, keiner erwartet. Die Wasserball-Landesauswahl Brandenburgs belegte einen tollen dritten Platz nach einem knappen 9:8-Erfolg gegen die überraschend gut aufspielende Auswahl aus Sachsen, die bereits in der Zwichenrunde mit einem 9:9 gegen Niedersachsen hatte aufhorchen lassen. Vorjahressieger Rhein-Wupper kam diesmal nur auf Platz 5 ein. Insgesamt waren zwölf Auswahlteams nach Sachsen gereist, es gab viel Lob für dieses Veranstaltung insgesamt.
Beim größten Ländervergleich für D-Jugend-Mannschaften Deutschlands, dazu hat sich der Zwergenpokal auf jeden Fall in seiner 11. Auflage gemausert, gab es viele interessante Partien. Dieses Jahr waren die Athleten der Jahrgänge 1998 und jünger gefordert. Die vom Bezirksschwimmverband Südwestsachsen vorbildlich organisierte Veranstaltung war geprägt von einem auffälligen Leistungsgefälle hinter den Spitzenverbänden Berlin, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen. Danach lies das Niveau doch spürbar nach, aber der anfänglich als etwas kompliziert wirkende Spielplan trug genau diesem Verlauf rechnung, nämlich dass es mehr Duelle der Mannschaften auf Augenhöhe gab und so die Teams in fast jeder Partie voll und ganz gefordert wurden.
Überraschend gut präsentierte sich Berlin, dass diesmal nicht ein Spiel seiner sechs Partien verlor, und so souverän den “Pottm nach Berlin holte. Danach gab es mit Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen drei Teams auf in einem etwa gleichen Niveau, an das sporadisch auch Rhein-Wupper heranreichte, heuer aber auf Platz fünf einkommend nicht den Glanz der jüngsten Jahre nachweisen konnte.
Das märkische Team mit neun Athleten des Stützpunktes Potsdam und fünf Brandenburgs marschierte bei traumhaftem Wetter im geteilten 50-Meter-Becken des Chemnitzer Sportforums ohne Mühe durch die Vorrunde der Gruppe A. Wie Baden-Württemberg die Gruppe B dominierte. In Den Spielen um die Gruppenköpfe unterlag Sachsen dem Team aus Berlin, während Rhein-Wupper gegen Niedersachsen das Nachsehen hatte.
Trotz verkürzter Spielzeit kam Brandenburg in der Gruppe A (nach Setzlist noch nicht gesetzt) gegen den Bezirk Mittelrhein zu einem 18:1, gegen Bremen/Lüneburg zu einem 18:0 und gegen Bayern zu einem 10:0. In der Zwischenrunde setzte sich beim 17:5 gegen Südwestfalen und 16:4 gegen Rhein-Wupper diese Dominanz fort.
Die erste Niederlage der Landesauswahl Brandenburg in diesem Turnier setzte es dann gegen den späteren Sieger Berlin. Nach der 1:0-Führung durch Alexander Schwarze glichen die Hauptstädter rasch aus und setzten sich im zweiten Viertel bis auf 1:5 ab. Nach der Halbzeitpause erhöhten die stark verteidigenden Berliner auf 1:8. Daniel Reimer traf zum 2:8. In einem starken Brandenburger Schlussviertel verkürzte Jona Lieckfeldt mit zwei Treffern auf 4:8, während der zum “Besten Torhüter des Turniers” gekürte Tobias Knüttel keinen Treffer mehr zuließ. In dieser Zwischenrundengruppe wurden berlind und Brandenburg Erster und Zweiter. In der anderen Gruppe setzte sich Niedrsachsen nach dem 9:9 gegen Sachsen mit dem besseren Torverhältnis als Gruppensieger durch, Sachsen mit Trainer Torsten Schnidt wurde Zweiter.
In den Halbfinals der Plätze 1 bis 4 traf der Gruppenzweite Brandenburg auf den Sieger der anderen Staffel, das Team aus Niedersachsen. Die Havelstädter begannen stark und gingen durch Thilo Popp und Jona Lieckfeldt schnell 2:0 in Front. Im zweiten Durchgang traf zunächst Leon Bottke zum 3:1 und Lieckfeldt zum 4:2. Noch vor der Pause machten sich konditionelle Probleme Brandenburgs bemerkbar und Niedersachsen glich zum 4:4 aus. Nach dem Seitenwechsel spielte das von Philip Uhlig und Dennis Richter betreute Team nicht mehr soi stark. Die Niedersachen nutzten ihre spielerischen und schwimmerischen Vorteile clever und siegten schließlich 12:6. Im anderenHalbfinale kam es zur Neuauflage der Partie Gastgeber Sachsen gegen Berlin, wo auch diesmal die Bundeshauptstädter beim 12:5 die Nase das zweite mal vorne hatten, sie hatten auf der Center, sowie der Torhüteposition die klareren Vorteile und gewannen ebenso verdient.
Das „kleine Finale“ um Platz 3 am Sonntag Sachsen gegen Brandenburg war dann an Spannung kaum noch zu überbieten. Bei ständig wechselnden Führungen konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. Den entscheidenden Treffer zum 9:8 für Brandenburg verwandelte dann auch erst gut eine Minute vor Schluss Kapitän Thilo Popp per Rückhand aus der Centerposition heraus. Sachsen-Trainer Torsten Schmidt bilanzierte dann auch: “Es war kein Spiel für schwache Nerven. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe. Bis zur Halbzeit und dem 3:2 waren wir immer in Führung – dannachen waren die Brandenburger leicht besser.”
Weniger eng ging es im Finale zu, das die starken Berliner mit 11:3 gegen Niedersachsen gewannen. Hinter Brandenburg und Potsdam platzierten sich die junge Sachsenauswahl, dann folgten Rhein-Wupper, Baden-Württemberg, Bayern, Südwestfalen, Mittelrhein, Südwestsachsen, Bremen/Lüneburg und Hamburg in der weiteren Reihenfolge.


















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