Frauen aus Hannover mit Reise bis an den Ural
Meister Bochum gastiert in Serbien, Bayer in Frankreich
Bochum/Uerdingen/Hannover. Nur zwei Vorrundengruppen gibt es im Europokalpokal der Landesmeister bei den Frauen, die vom 16. bis 20. November gespielt wird. Jeweils vier Teams pro Gruppe erreichen das begehrte Halbfinale. Mit im Boot sind der deutsche Meister SV Blau-Weiß Bochum und der Vizemeister Bayer 08 Uerdingen, beide aus Nordrhein-Westfalen. Dritter deutscher Vertreter ist in der LEN-Trophy der Hannoverschen SV, der DWL-Dritte, der Anfang September an den Ural reisen muss.
Bochum reist zu einem eher ungewöhnlichen Siebenerturnier ins serbische Belgrad. Etwas besser hat es der SV Bayer 08 Uerdingen getroffen, der in das französische Nancy reist und sich dort mit fünf weiteren Teams auseinandersetzten muss. Hannover hat wohl das härteste“ Reiselos“ gezogen: Sie müssen vom 4. bis 6. September nach Slatouist in Rußland fliegen. „Das wird ein 8000-Euro-Tripp“, bekannte Hannovers Manager Martin Nestler, schon ein Flugticket kostet 450 Euro.
Beide DSV-Vertreter im Landesmeister-Wettbewerb haben diesmal reichlich Spiele. Vizemeister Bayer trifft in der langjährigen Hochburg des französischen Frauenwasserballs mit CN Sabadell (Spanien/Landesmeister-Sieger) und Italiens Vizemeister Rapallo Nuoto (LEN-Trophy) dabei auf gleich beide amtierende Europapokalsieger, hat aber dennoch gute Chancen für einen erneuten Einzug unter die besten Acht in Europa – das scheint sicher.
Der Hannoverschen SV, der DWL- und Pokaldritte von der Leine gastiert unweit des Urals in der russischen Nachwuchshochburg Slatutst und treffen dort mit Uralochka Slatouist und Järfälla Simsällskap (Schweden) auf zwei der letztjährigen Erstrundenkontrahenten. Weitere Gegner beim Kampf um das Weiterkommen sind der griechische Meister Olympiakos Piräus und die international bisher komplett sieglosen Französinnen von Universite Lille. „Lille und Smissällskap wollen wir auf alle Fälle schlagen, und wenn es geht, auch die Frauen aus Athen, die Russinen sind für mich der ganz klare Favorit“, so Nestler heute im Gespräch mit Deutschland-Wasserball.de. Auch hier erreichen vier Teams pro Gruppe die nächste Runde, die dann vom 18. bis 20. September, also 14 Tage später, gespielt wird.
Slatouist ist eine russische Großstadt mit knapp 200.000 Einwohnern in der Region Tscheljabinsk. Sie ist vor allem bekannt für die Herstellung von Klingen. Die Stadt liegt im mittleren Ural, am linken Ufa-Nebenfluss Ai, etwa 1750 km östlich von Moskau und 110 km westlich der Gebietshauptstadt Tscheljabinsk, wo der Flieger aus Deutschland landen wird.
Auslosung Vorrunde, Europapokal der Landesmeister Frauen 2011/2012
Gruppe A in Belgrad (Serbien):
Orizzonte Catania (ITA), Vouliagmeni NC (GRE), Shturm 2002 Tschechow (RUS), SV Blau-Weiß Bochum (GER), Olympic Nizza Natation (FRAU), City of Liverpool (GBR), Tas 2000 Belgrad (SRB)
Gruppe B in Nancy (Frankreich): CN Sabadell (ESP), Kinef Kirischi (RUS), Rapallo Nuoto (ITA), SV Bayer 08 Uerdingen (GER), ASPTT Nancy (FRA), City of Manchester (GBR). Die ersten vier Teams jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale.
LEN Trophy 2011/2012, Auslosung 1. Qualifikationsrunde:
Gruppe A in Slatouist (Rußland): Uralochka Slatust (RUS), Olympiakos Piräus (GRE), Hannoverscher SV (GER), Universite Lille (FRA), Järfälla Simsällskap (SWE)
Gruppe B in Imperia (Italien): RN Mediterranea Imperia (ITA), Ugra Khanty-Mansysk (RUS), West London Penguin (GBR), Zeljeznicki Senta-Yordo (SRB), Union St. Bruno Bordeaux (FRA)
Gruppe C in Patras (Griechenland): Beauty Star Plebiscito Padua (ITA),
Escuela WP Zaragoza (ESP), NEP Patras (GRE), London Otter (GBR), Hapoel Tiqva (ISR)
Quelle: (ww – waterpolo-world.com)


















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