Spielerisch ist noch einige Luft nach oben
Deutschlands C 2 belegt Platz drei bei Baier-Pokal
Hannover/Berlin. Die deutsche C-2-Nachwuchs-
Nationalmannschaft hat beim LEN-Turnier in Hannover, dem 7. Bernhard-Baier-Pokal der Akteure der Jahrgänge 1994 und jünger, am Ende den 3. Platz belegt. Bei dem Vier-Nationen-Turnier im Lister Bad hatten die Schützlinge vom Trainerduo Peter Röhle/Stefan Pieske (beide Berlin) nach einem 12:5 (4:1, 4:1, 0:1, 4:2) gegen die Türkei am Freitag, gestern und heute knapp gegen die Slowakei (7:8) und relativ klar gegen Ungarn (4:10) verloren. Turniersieger wurde Ungarn vor der Slowakei, Vierter wurde die Türkei. Bis zum EM-Auftakt haben die Deutschen noch einige Turnier zu bestreiten, um ihre beste Formation zu finden.
Zum 99. Geburtstag des 2004 verstorbenen Bernhard Baier, zu dessen Ehren das Turnier ausgerichtet wird, gab es einen in der Höhe nicht erwarteten Auftakterfolg gegen die Spieler vom Bosporus mit einem klaren 12:5. Im Frühjahr hatte es gegen die gleichaltrigen Türken noch eine 8:9-Niederlage beim Acht-Nationen-Turnier im polnischen Gorzow gegeben. Diesmal war die bisher nur wenig geförderten Altersgruppe, so Trainer Peter Röhle, deutlich besser und konnte das zumindest drei Viertel zeigen. Nach einem 0:1-Rückstand begann das Peter-Röhle-Team seine Vorteile nutzen. Fünf Tore in Folge ließen die Deutschen 5:1 (9.) und 8:2 (14.) davonziehen. Dann folgten eine Schwächephase im dritten Abschnitt, die bei einem Gegentreffer ohne Folgen blieb. Der Schlussabschnitt gehörte dann wieder der deutschen Mannschaft, die hier viermal einnetzten konnte und so einen den höchsten Siege gegen die Türkei einfuhr.
Nicht ganz so gut lief es gegen die international etwas erfahrenen Slowaken. Der deutsche Trainer hatte zuvor schon gewarnt: „Gegen die Slowakei wird es nicht so leicht wie gegen die Türken werden“, so Röhle recht realistisch. Und genau so traf es ein. Zwar konnte das junge deutsche Team mit einem 5:4 ins dritte Viertel eintauchen, musste aber dieses mit 1:3 aber den gefällig agierenden Gästen überlassen, die so mit einer knappen 7:6-Führung in den letzten Abschnitt angehen konnten,. Mit Glück und Geschick retten sie mit dem 1:1 im letzten Viertel den knappen Erfolg über die Zeit. Die Slowaken hatten ihr EM-Qualifikationstunier im April als Gruppenerster abgeschlossen. Trainer Peter Röhle bilanzierte: „Ich bin soweit zufrieden, wir hätten die Slowakai schlagen können, da hatten wir noch spielrsich Potential nach oben. “ Konditionell sind die Deutschen auf einen sehr guten Weg, spielerisch gibt es noch Reserven, stellte auch Teammanagerin Mechthild Iseke fest.
Dass man gegen den späteren Sieger Ungarn nicht zum Erfolg kam, lag an der starken Leistung der Magyaren, die ohne Niederlage das Turnier gewannen und sich allen anderen Teams im körperlichen wie spielerischen und auch schwimmerischen Bereich deutlich überlegen zeigten. Zwei starke Mittel-Viertel reichten zum 10:4 (0:0, 4:1, 5:1, 1:2)-Erfolg über die Deutschen, die so auf Platz 3 einkamen.
Auf das deutsche Team kommen sowieso noch intersesante Wochen vor den EM-Start in Kroatien zu: Bereits am Mittwoch fliegt die C 2 nach Istanbul, um sich dort von Donnerstag, den 18. August bis Sonntag, den 21. August an mit den Niederlande (nicht für die EM qualifiziert), Rumänien (1. der Gruppe A) und der Türkei (nicht für die EM qualifiziert) zu messen.
Nach der Rückkehr kommenden Montag (22.8.) folgen zwei Tage Pause, ehe es nach am Donnerstag, den 25. August nach Zeist (Niederlande) geht, wo von Freitag bis Sonntag mit dem Gastgeber zur Sache geht. Nur eine Woche später fliegen die Jungs nach Slowenenien (2. der Gruppe A) zu einem letzten Testturnier kommt, wobei hier die Gegener, so Mechthild Iseke noch nicht endgültig feststehen. Nach einer Pause folgt dann vom 7. September an ein Zwei-Tages-Abschlusstraining in Berlin, ehe dann am 9. September die Abreise für das Abenteuer EM im kroatischen Rijeka startet.
Am 11. September geht es dann in Kroatien los, wo die Deutschen natürlich versuchen wollen, unter die besten acht Teams zu kommen. Peter Röhle sah bei der C2 von der Donau „klassische ungarische Tugenden“ und wohl einen Medaillenkandidaten und so fällt ein Ausblick auf eine mögliche deutsche EM-Platzierung weiter schwer. Bei der anstehenden U-17-EM wird der deutsche Nachwuchs auf Titelverteidiger Italien, das letztjährige Überraschungsteam Frankreich (Fünfter von Stuttgart 2010) sowie die Ukraine (Platz 2 in der Gruppe D hinter Rußland) treffen. Die ersten drei Teams jeder Gruppe erreichen die Medaillenrunde, wobei die Gruppensieger direkt im Viertelfinale stehen.
Auslosung Vorrundengruppen Junioren-Europameisterschaft 2011 in Rijeka (Kroatien)
Gruppe A: Italien, Frankreich, Deutschland, Ukraine
Gruppe B: Griechenland, Spanien, Rumänien, Weißrußland
Gruppe C: Kroatien, Ungarn, Slowenien, Rußland
Gruppe D: Serbien, Montenegro, Bulgarien, Slowakei
7. Bernhard-Baier-Pokal – Vier-Nationen-Turnier der Junioren (1994) in Hannover
Deutschland – Türkei 12:5 (4:1, 4:1, 0:1, 4:2)
Deutschland: Dominik Schimanski - Lenard Iseke, Vincent Hebisch (3 Tore), Nils Illinger, Attila Demir (1) Julian Scherp, Gilbert Schimanski (2), Philip Gottfried (1), Leonard Grütte, Behnam Nalshekan (1), Justus Theismann, Kolja Helfebein (3), Jakob Ströll. Trainer: Peter Röhle/Stefan Pieske (beide Berlin). Persönliche Fehler: 9/10
Deutschland – Slowakei 7:8 (2:2, 3:2, 1:3, 1:1)
Deutschland: Mathias Schädlich – Lenard Iseke, Vincent Hebisch (4 Tore), Nils Illinger, Attila Demir, Valentin Finkes, Gilbert Schimanski (2), Philip Gottfried, Leonard Grütte (1), Behnam Nalshekan, Justus Theismann, Kolja Helfebein, Jakob Ströll. Trainer: Peter Röhle/Stefan Pieske. Persönliche Fehler: 4/9
Deutschland – Ungarn 4:10 (0:0, 1:4, 1:5, 2:1)
Deutschland: Dominik Schimanski – Valentin Finkes, Vincent Hebisch, Nils Illinger, Attila Demir, Julian Scherp, Gilbert Schimanski, Philip Gottfried (2 Tore), Leonard Grütte, Behnam Nalshekan (1), Justus Theismann, Kolja Helfebein, Jakob Ströll (1). Trainer: Peter Röhle/Stefan Pieske. Persönliche Fehler: 7/7
Alle Ergebnisse aus Hannover:
Freitag, den 12. August 2011:
Ungarn – Slowakei 16:8 (6:1, 3:2, 4:3, 3:2)
Deutschland – Türkei 12:5 (4:1, 4:1, 0:1, 4:2)
Sonnabend, den 13. August 2011:
Ungarn – Türkei 19:4 (4:0, 7:1, 2:3, 6:0)
Deutschland – Slowakei 7:8 (2:2, 3:2, 1:3, 1:1)
Sonntag, den 14. August 2011:
Slowakei – Türkei 15:7 (4:2, 5:3, 3:0, 3:2)
Deutschland – Ungarn 4:10 (0:0, 1:4, 1:5, 2:1)



















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