Defensiv mit guten Leistungen – nach vorn gibt es Reserven
C 3 belegt in Serbien Platz 7 – Schwankende Leistungen
Zrenjanin. Beim knochenharten 8-Nationen-Turnier im serbischen Zrenjanin für Nachwuchs-Wasserball-Teams der Jahrgänge 96 und jünger belegte die deutsche Auswahl nach gutem Auftritt den siebten Rang. Zwar konnte die C3-Auswahl beim 5. Darko Cukic Memorial erst im letzten Spiel gegen Kanada mit einem souveränen 9:4-Sieg einen Punktgewinn verzeichnen, verkaufte sich aber bis dahin auch gegen die weltbesten Teams mehr als achtbar.
Ausgerechnet gegen die späteren Medaillengewinner Serbien, Montenegro und Griechenland lieferte das Team der Trainer Barry Wittenbernds (Borculo/Niederlande) und André Laube (Potsdam) die besten Partien ab. Turniersieger Serbien trotzte das deutsche Team bis zur Halbzeit (1:3), verlor lediglich im dritten Viertel den Faden und unterlag schließlich 2:9 (0:0, 1:3, 0:5, 1:1).
Im besten Auftritt gegen Montenegro hielten die Deutschen das Spiel lange offen. Gleich drei ausgelassene Strafwürfe in der ersten Halbzeit führten zum 0:3-Rückstand zur Pause. Zwar erzielte Deutschlands bester Schütze (9 Tore im Turnier) Marcel Schnabl (Lünen) das 1:3, doch am Ende verlor die Wittenbernds-Sieben 4:9 (0:2, 0:1, 2:4, 2:2). Gegen die Griechen lag die große Überraschung in der Luft. Ein über das ganze Turnier bärenstarker Keeper Lion Zeisberg (Potsdam) hielt den Kasten im ersten Viertel sauber, während Jan Zoske (Neukölln) zur 2:0-Führung traf. Zwei Treffer von Ben Boffen (Duisburg) im zweiten Durchgang führten zum 4:2 zur Halbzeit. Danach wollte allerdings trotz guter Möglichkeiten kein Tor mehr gelingen und die Deutschen unterlagen noch 4:7 (2:0, 2:2, 0:3, 0:2).
„Defensiv können wir mit den Leistungen schon zufrieden sein“, so Wittenbernds, der die Mannschaft erst Mitte Juli übernahm. „Nach vorn fehlt uns allerdings die Durchschlagkraft. Vor allem technisch, aber auch konditionell haben wir gegenüber den Spitzenteams Defizite. Wenn die Jungs hart arbeiten, können wir das aufholen.“
Offensiv am frischsten wirkte das deutsche Team im Eröffnungsspiel gegen Ungarn. Dort erzielten die Wittenbernds-Schützlinge gleich elf Treffer, mussten aber auch 15 hinnehmen. „Im späteren Turnierverlauf hätten wir diese Partie durchaus gewinnen können“, glaubt Wittenbernds.
Unzufrieden war das Trainerteam lediglich mit den Spielen gegen Kroatien (4:15) und Italien (7:17). „Hier haben wir phasenweise komplett die Kontrolle verloren“, konstatierte Wittenbernds. „Insgesamt haben wir uns aber gut verkauft. Bis zur Europameisterschaft 2013 bleibt noch Zeit, um die Truppe zu entwickeln.“
Team Deutschland: Lion Zeisberg (Torwart/OSC Potsdam), Marcel Schnabl (9 Tore/SV Lünen 08), Paul Huber (SV Krefeld 72), Felix Struß (6/White Sharks Hannover), Bastian Schmellenkamp (3/SV Olympia Borghorst), Philipp Boreck (1/Potsdam), Dmitri Braschezki (SC Chemnitz), Ben Boffen (7/ASC Duisburg), Nick Möller (Duisburg), Joel Buchholz (2/SG Neukölln), Jan Zoske (7/Neukölln), Lukas Küppers (5/Potsdam), Leonard Vogel (Torwart/Krefeld), Connor Fröhle (1/Hannover)
Ungarn – Deutschland 15:11 (3:3, 4:1, 4:5, 4:2)
GER: Schnabl (1), Struß (1), Boffen (3), Buchholz (1), Zoske (2), Küppers (3)
Deutschland – Serbien 2:9 (0:0, 1:3, 0:5, 1:1)
GER: Struß (1), Boffen (1)
Kroatien – Deutschland 15:4 (3:1, 6:1, 2:1, 4:1)
GER: Schnabl (3), Fröhle (1)
Montenegro – Deutschland 9:4 (2:0, 1:0, 4:2, 2:2)
GER: Schnabl (1), Struß (2), Zoske (1)
Deutschland – Griechenland 4:7 (2:0, 2:2, 0:3, 0:2)
GER: Boffen (2), Zoske (2)
Italien – Deutschland 17:7 (3:2, 5:1, 5:2, 4:2)
GER: Schnabl (2), Struß (2), Schmellenkamp (1), Boreck (1), Boffen (1)
Deutschland – Kanada 9:4 (2:2, 3:0, 3:1, 1:1)
GER: Schnabl (2), Schmellenkamp (2), Buchholz (1), Zoske (2), Küppers (2)
Endstand: 1. Serbien 20 Punkte, 2. Montenegro 18, 3. Griechenland 15, 4. Kroatien 14, 5. Italien 9, 6. Ungarn 6, 7. Deutschland 3, 8. Kanada 0


















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