Mit Heimvorteil im dritten Anlauf endlich zur Meisterschaft
DM-Endrunde, Ju A: Silber und Bronze nach Hannover und Esslingen
Duisburg. Der ASC Duisburg hat seinen Heimvorteil eindrucksvoll genutzt und sich nach 2003 wieder die deutsche A-Jugendmeisterschaft der männlichen Jugend im heimischen Schwimmstadion gesichert. Die Mannschaft von Trainer Tim Focke, der aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellt, gewann alle fünf Turnierspiele, auch das „Finale“, das letzte Turnierspiel, gegen die White Sharks Hannover. Das gewannen die Westdeutschen nach klarer Führung (6:2), und zwischenzeitlichem 8:7 am Ende doch noch mit 12:9 und verwiesen die Norddeutschen auf den 2. Platz. Dritter wurde der SSV Esslingen, Vierter Bayer Uerdingen.
Wie von den Experten erwartet, zeichnete sich schon bei Zeiten ein Duell zwischen dem ASC Duisburg und den White Sharks Hannover ab, und es kam schließlich auch im fünften Turnspiel zum direkten Aufeinandertreffen beider Mannschaften um den Titel, wobei ein Unentschieden den ASCD gereicht hätte. Dazu kam es nicht, da das Focke-Team im vierten Viertel noch einmal Gas geben konnte. Die Duisburger sicherten sich damit zum 16. Mal den A-Jugend-Titel und das bei der 52. Meisterschaft. “Ich bin ganz stolz auf die Jungs”, machte Trainer Tim Focke deutlich und ergänzte nach dem meisterschaftsgewinn:” In den letzten beiden Jahren haben wir uns kontinuierlich gesteigert, die Meisterschaft ist die Krönung.” Tim Focke beendet mit dem Titelgewinn sein Traineramt. Der neue A-Jugend-Coach heißt Frank Mischel.
Mit dem 2. Platz können die White Sharks mit dem Trainerduo Milan Sagat/Mike Bartels sicher solide leben, bei ihrer ersten A-Runden-Teilnahme überhaupt in der noch jungen Vereinsgeschichte. Zumal ihnen im nächsten Jahr fast das identische Team zur Verfügung stehen wird, da nur ein Spieler aus Altersgründen ausscheiden muss, bei Duisburg sind es fünf und zudem gehen zwei Stützen nach Uerdingen. Aber auch die 94er- und 95er-Fraktion der Haie sollte für die nächsten zwei Jahre im A-Jugendbereich für zumindest Medaillen sorgen können. Vorausgesetzt, dass das Team so zusammen bleiben wird.
Platz drei ging, wie im Vorjahr, wieder an den SSV Esslingen und Trainer Markus Hahn, der unter den personellen Umständen sicher das Beste aus dem Turnier mit seinem von Verletzungspech gebeutelten Team gemacht hat. „Unser Ziel haben wir trotz Handicap erreicht. Mit dem Endergebnis können wir mehr als zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass wir in keinem der fünf Spiele auf die komplette Stammbesetzung zurückgreifen konnten“, so Trainer Markus Hahn. Als bester Torwart des Turniers wurde SSV-Torwart, Marco Watzlawik, ausgezeichnet.
Auch Uerdingen verkaufte sich gut mit Trainer Sven Rößing gut, könnte nächstes Jahr wieder bei der Endrunde vertreten sein. Denn nur vier der 14 eingesetzten Spieler gehen aus Altersgründen aus dem Team. Das Turnier begann gut. Nur im Spiel um Platz drei gegen Esslingen fehlte die nötige Power, um die drei Tage mit einer Medaille zu krönen. Doch durch die zwei Neuzugänge Berger und Ranta (von Duisburg), dürfte in der kommenden Saison was gehen, oder? Diesmal fehlte sie noch im Duisburger Schwimmstadion die nötige Konstanz.
Eher enttäuschend verlief die Endrunde für Cannstatt als Süddeutscher Meister und für den Nordzweiten HTB 62 Hamburg. Die Süddeutschen, betreut von Andras Feher, die den Abgang von Hannes Glaser und Nenad Stoicic zu verkraften hatten, fanden nie ins Turnier, abgesehen vom letzten Spiel. Nur mit neun Aktiven angereist, war das schon das „Todesurteil“.
Nach Verletzungspech reiste auch Hamburg nur mit zehn Aktiven zum Jahreshöhepunkt und bereits im zweiten Spiel gegen Esslingen (2:6) fiel Schlüsselspieler Patrick Weik wegen einer Verletzung am Auge für das gesamte Turnier aus – damit war Hamburg total von der Rolle.
Alle Ergebnisse und die Tabellen findet Ihr hier!
Allstar-Team:
Bester Torschütze: Timo van der Bosch (Cannstatt)
Bester Torwart: Marco Watzlawik (Esslingen)
Bester Spieler: Jan Obschernikat (ASCD)
Chirstos Diamantidis, Lukas Deike (beide WS Hannover), Philipp Kahlberg, Ulf Ranta (beide ASCD).
Siegerteam
Meister ASC Duisburg spielte mit: Simon Eschmann, Christopher Hans (beide Tor) – Manuel Grohs (5 Tore), Frederic Schüring(8), Nils Illinger (13), Fabian Gromann (4), Niklas Becker (6), Philipp Kalberg (9), David Wachmann (2), Max Berger (6), Ulf C. Ranta (12), Jan Obschernikat (16), Tom Graue (2), Lennart Halfmann (4), Fabian Manthey. Trainer: Tim Focke/Betreuerin: Sabine Grohs.



















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