Hauen und Stechen um sechs Endrundenplätze eröffnet
DM-Vorrunde, Ju B: Drei Turnier am Wochenende angesagt
Kamen/Plauen/Hannover. Am Wochenende steigt an drei Orten deutschlandweit die DM-Vorrunde in der männlichen Jugend B. Dabei treten in Kamen, Plauen und Hannover zwölf Mannschaften an, aber nur sechs können in die Endrunde einziehen. Da ist natürlich ein „Hauen und Stechen“ angesagt. Jeweils die zwei Ersten jeder der drei Vierer-Gruppen kommen weiter. Eine Prognose fällt etwas schwerer, da heuer bedauerlicherweise erstmals kein Deutscher Pokal mehr ausgetragen wurden ist, wo man schon eine Tendenz hätte ablesen können. Deutschland-Wasserball.de wird per Live-Ticker versuchen, die Ergebnisse so schnell wie möglich an allen beiden Spieltagen darzustellen.
Aber traditionell haben eigentlich West 1 (Düsseldorf) und West 2 (ASC Duisburg) sowie Nord 1 (White Sharks Hannover), Ost 1 (Spandau Berlin), und Ost 2 (OSC Potsdam s) sicher gute Karten, die Endrunde, der Spielort ist noch offen, zu erreichen. Im Vorjahr gelang das den White Sharks Hannover, den ASC Duisburg, den Wfr. Spandau 04 Berlin, dem SV Brambauer 1950, dem SSV Esslingen und dem SV Lünen 08. Dass zeigte, nur ein Team aus Süden, Norden und Osten erreichten 2010 die Endrunde, sowie drei aus dem Westen. Das könnte sich dieses Wochenende anders darstellen, glauben nicht nur die Experten.
Bis auf Brambauer, die in der NRW-Meisterschaft nicht unter die besten vier Teams kamen, haben alle anderen fünf Mannschaften eine Chance, den Endrundeneinzug aus dem Vorjahr zu wiederholen. Vor allem Spandau 04 Berlin, den White Sharks aus Hannover als Meister 2010 und dem ASC Duisburg(Vizemeister) werden nach der Papierform sehr gute Chancen eingeräumt. Aber auch der OSC Potsdam und die SG Neukölln Berlin rechnen sich wohl ernsthaft etwas aus, auf der Endrunde dabei zu sein.
Hingegen scheint es für Hellas Hildes heim (Nord 2), Krefeld 72 (West 3), dem SV Lünen (West 4), dem SVV Plauen (Ost 4), obwohl beide Ausrichter), sowie den beiden Süd-Vertreten SV Weiden (Süd 1) und SSV Esslingen (Süd 2) wohl sehr schwer zu werden, das große Ziel zu erreichen. Aber der Hinweis sei gestattet, im Vorjahr schaffte Lünen als West 4 auch den Einzug in die Endrunde, lies Neukölln Berlin und Bayer Uerdingen hinter sich.
Interessant die Sichtweise der Südvertreter: Bei Weiden (Süd 1) ist man nach den jüngsten Ergebnissen in der Jugend C deutlich realistischer geworden. Abteilungsleiter Irek Luczak glaubt: „Obwohl wir mit Trainer Gerhard Wodarz und Betreuer Karl-Heinz Ströll zwei sehr gute Leute am Beckenrand haben, machen wir uns nichts vor: Unsere Mannschaften ist sehr jung und ein Weiterkommen wäre für uns eine Sensation. Wir sehen uns in dieser Altersklasse als Außenseiter.“
„Wir haben gute Chancen das Finalturnier zu erreichen“, vertritt der Esslinger B-Jugend-Trainer Bernd Berger seine Meinung und ergänzt: „ Wir werden in Kamen unser Bestes geben, die Mannschaft will in die Endrunde. Ich gehe davon aus, dass uns nur der OSC Potsdam den Turniersieg streitig machen kann“, gibt sich Bernd Berger optimistisch, zumal er mit einem kompletten Kader nach Kamen reisen kann.
Optimistisch sieht Duisburgs Trainer Marek Debski den Ausflug ins vogtländische Plauen: „Ich habe dieses Mal eine sehr junge Truppe und wir werden versuchen unser Bestes zu geben. Unser Ziel ist es, zur Endrunde zu kommen und am Wochenende so gut zu spielen, wie es geht .“ Debski, inzwischen ein erfahrener Trainerfuchs im Jugendbereich, und selbst ehemaliger DWL-Spieler, kann mit 15 Spielern nach Plauen reisen. Die Stimmung beim NRW-Zweiten ist gut.
NRW-Meister Düsseldorf mit Trainer Andreas Schlagmann hat sich Platz 2. und damit Qualifikation zur Endrunde als Ziel gesetzt. Der Kern der Mannschaft sei topfit, aber punktuell gebe es bei Luka Chekovic (verletzt), Manuel Letter und Artimiy Karytonwich konditionelle und zeitliche Probleme. So schauen viele aufs griechisches Supertalent Konstantin Gouvis, der jüngst in der Champions League und LEN-Trophy für ASC Duisburg im Herrenbereich spielte und für Griechenland in C 1 und C 2 WM und EM. Er wird zwar spielen, aber in welcher Form, das ist auch die Frage, die sich Trainer Schlagmann stellt.
Auch in Potsdam ist man optimistisch, nicht nur nach dem Trainingslager im serbischen Novi Sad. Tägliche Trainingsspiele gegen die dortigen Jugendmannschaften waren ein Prüfstein besonderer Güte. „Eine glänzende Vorbereitung für die anstehenden Aufgaben in den deutschen Meisterschaften“, ist sich auch OSC-B-Jugendtrainer Peter Driske sicher. Auch wenn mit Kapitän Leonard Grütte, Julian Drachenberg und Sascha Herold lediglich drei waschechte B-Jugend-Spieler im Aufgebot des OSC stehen, die übrigen Akteure stammen aus den C-Jugend-Jahrgängen 96 und 97, wollen die Havelstädter mehr. „Dennoch ist unser Ziel die Endrunden-Teilnahme“, macht Driske deutlich. Klarer Favorit der Vorrunde sei der westdeutsche Meister Düsseldorf, gegen die anderen zwei Teams rechnen sich die OSCer aber durchaus Chancen aus.
Das gleiche Ziel verfolgt Ostmeister Spandau 04 Berlin unter dem Trainerduo Stefan Pieske/Thomas Meisner. Der schwimmstarke Offensivspieler Dennis Kohnert glaubt: Wir werden alles tun, um die Endrunde zu erreichen. Soweit sind wohl alle Mann an Deck und Topfit. Und auf Vor- und Zwischenrunden wussten sich die West-Berliner allemal immer noch zu steigern. Zumal sie auch einige Jugend-Nationalspieler in ihren Reihen haben.
Alle Ansetzungen und ab Sonnabend die Ergebnisse gibt es hier und im Live-Ticker!
Der Endrunden-Tipp von Deutschland-Wasserball: Düsseldorfer SC, OSC Potsdam, White Sharks Hannover, SG Neukölln Berlin, sowie Spandau 04 Berlin und der ASC Duisburg.


















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