Team des SV Lünen straft alle Zweifler Lügen
DM-Vorrunde, Ju B: NRW-Meister Düsseldorf scheidet aus

Der SV Lünen hat Grund zur Freude: Die Mannschaft war das Überraschungsteam der B-Jugend-Vorrunde in Kamen und sie ist hoch verdient in die DM-Endrunde eingezogen. Foto: SV Lünen (Homepage)
Kamen/Hannover/Plauen. Es ist geschafft: Die sechs männlichen B-Jugend-Mannschaften, die sich für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft qualifiziert haben, stehen nun fest. Im vogtländischen Plauen qualifizierten sich am Wochenende der ASC Duisburg und die Wfr. Spandau 04 Berlin fürs Saisonfinale, der Gastgeber und Hildesheim blieben auf der Strecke. Offen ist lediglich der Endspielort, wo es nach Aussage von Jugendleistungssportreferent Dietmar Niechcial noch keine Bewerbungen gibt. Will den keiner zu Hause Meister werden??
In Hannover schaffte es nicht unerwartet Gastgeber White Sharks Hannover und die SG Neukölln Berlin in die Finalrunde vom 10. bis 13. November 2011. Da hatten Krefeld 72 knapp und der SV Weiden klar das Nachsehen. Aber Weiden ist für kommendes Jahr solide aufgestellt. Und in Lünen? NRW-Meister Düsseldorf schied ebenso aus wie der SSV Esslingen. Jubeln konnten hingegen der SV Lünen und auch die junge Mannschaft des OSC Potsdam.
Sicher die dickste Überraschung ist aus dem Vorrundenturnier aus Kamen zu vermelden, wo sich Gastgeber SV Lünen mit Trainer Sebastian Bell als West 4 ganz nach vorne spielte und unerwartet klar als sogar als Gruppensieger das zweitägige Ringen beendete – das hat es in dieser Konstellation in den letzten Jahren nicht gegeben. Zweiter wurde, dann doch nicht ganz unerwartet, der OSC Potsdam mit seiner ganz jungen Mannschaft um Trainer Peter Driske, trotz des Wacklers gegen Lünen (11:15).
Der selbsternannte Endrundenkandidat, der SSV Esslingen mit Trainer Bernd Berger musste anerkennen, dass nicht nur Potsdam, sondern auch Lünen ihnen den angestrebten Turniersieg streitig machten. „Wir haben uns unter Wert verkauft“, bilanzierte der enttäuschte Esslinger Trainer. Im Spiel gegen den OSC Potsdam mussten seine Schützlinge eine herbe 6:12-Niederlage hinnehmen. „Selbst im Spiel gegen den Düsseldorfer SC, der den letzten Platz belegte, haben wir uns schwer getan“, stellte Bernd Berger nach dem 13:10 fest.
In den entscheidenden Spielen am Sonntag Potsdam gegen Düsseldorf und Lünen gegen Esslingen ließen weder Potsdam noch Lünen etwas anbrennen. Der West-Meister ging zwar 1:0 in Führung, brachte aber danach gegen eine gut sortierte Potsdamer Abwehr nichts mehr zu Stande. Bis auf 15:1 (!) zogen die Havelstädter davon, ehe Düsseldorf in der Schlussminute noch zwei Treffer zum 3:15 erzielen konnte. Und auch Lünen gewann 14:10 gegen die Süddeutschen, und somit das dritte Spiel. Sie schafften so ein Novum in der Gesichte der Vorrunden, als Vierter einer Landesgruppe noch Erster einer DM-Vorrunde zu werden.
Ja, und der große Verlierer ist der Düsseldorfer SC, das Team von Andreas Schlagmann war ganz weit von der Form (und dem Kader) von der Westdeutschen entfernt, wo man klar Meister wurde. Das mehr oder wenige Wegbrechen von vier Spielern aus dem Jahrgang 1994, insbesondere auch auf der Torwartposition, konnte mit dem Jahrgang 1995 und jünger nicht überspielt werden. Nach der C-Jugend, erwischte es nun auch die B-Jugend in der Vorrunde – das ist bitter für den DSC.
In der Gruppe in Plauen zogen erwartungsgemäß der ASC Duisburg (Trainer Marek Debski/Manuel Büschler/zwei Siege) und Spandau 04 Berlin Berlin (Stefan Pieske/Uwe Teichmann/drei Siege) ihre Kreise, und kündigten mit starken Leistungen ihre (Meister-) Medaillenambitionen nachhaltig an. Plauen (Felix Üblacker) mit zehn Aktiven und Hildesheim (Milan Mijokovic, die nur mit acht (!) Spielern anreisten, waren eindeutig zu schwach, um mehr als die Plätze 3 und 4 zu belegen.
Ein weiterer Meisterkandidat zog im SLZ in Hannover seine Kreise, und beeindruckte die Konkurrenz und alle weiteren Beobachter mit drei hohen Siegen, die White Sharks Hannover mit Trainer Mike Bartels/Jörg Deike, vor allem das 19:0 (3:0, 3:0, 6:0, 7:0) gegen die SG Neukölln Berlin, den späteren Zweiten, war ein eindrucksvoller Beweis der momentanen Stärke der Norddeutschen. Krefeld 72 hatte es am Sonntag gegen die Berliner in der Hand, nach einem Sieg und einer Niederlage, gegen Neukölln das Endrundenticket zu buchen, doch zu spät erwachten die Westdeutschen.
Am Ende fehlte dem Markus Zielke/Sebastain Hake-Team beim 10:11 (1:4, 2:3, 3:1, 4:3) ein mageres Törchen zu kleinen Sensation, und so jubelte Neukölln Berlin mit dem Trainerduo Florinel Chiro/Mario Schoubeye nach dem C-Endrundeneinzug nun auch den in der B-Jugend – wie ein echter Medaillenkandidat sahen die Süd-Berliner aber noch nicht aus, aber noch sind 14 Tage Zeit!
Alle Ergebnisse der Vorrunden und die Tabellen findet ihr hier!
PS: Der Dank von Deutschland-Wasserball.de geht an Lars Wendel, Sebastian Berthold, Volker Diercks, Mike Bartels, Rudi Aigner und Florian Kolb.


















In Plauen das Spiel Duisburg – Spandau war sehr gut anzuschauen…Gruß Fischi