Laatzen, Hamburg und Weiße Haie im Pokal-Achtelfinale
Turbo-Cup: Latzen siegt 13:8 – Hamburg und Hannover auch

Igor Cacalinec, neuer Center der WS Hannover (weiße Kappe), im Duell mit dem Rheinhausener Centerdecker. Am Ende gewinnen die Haie 114:11 und ziehen in Runde drei ein. Foto: Volker Diecks
In der dritten Runde des Turbo-Cups, am 5. Februar 2012 im Rahmenspielplan Pokal so vorgesehen, geht es für die Hannoveraner zu Hause gegen den SC Wedding Berlin (DWL, Gruppe A), wie am Sonnabend bereits ausgelost wurde, weiter. Auch Nachbarverein SpVg Laatzen hat mit dem SV Weiden (DWL, Gruppe A) einen dicken Brocken erwischt. Und Hamburg spielt ebenfalls zu Hause gegen den SV Bayer Uerdingen, auch ein Team aus der Gruppe A der Deutschen Wasserball-Liga. Mann darf gespannt sein, wie sich die unterklassigen Teams aus dem Norden verkaufen werden.
Die White Sharks Hannover bezwangen am Sonnabend im SLZ den NRW-Pokalsieger SV Rheinhausen, der in der neuen Saison in der 2. Liga West spielt, mit 14:11 (4:1, 1:3, 5:2, 4:5). Im ersten Viertel war Hanover überlegen, nur im Abschluss scheiterten die Haie dreimal an Latte oder Pfosten, bevor Lukas Deike nach einer Vorlage von Jan Bakulo zum 1:0 (3.) traf. Nach dem Ausgleichstreffer der Rheinhausener konnten die White Sharks im ersten Viertel noch dreimal den Ball im Kasten des Gegners aus NRW zur 4:1-Führung versenken. Besonders sehenswert: Igors Cacalinec Rückhandwurf, der Neuzugang, zum 3:1 in der 5. Minute.
Im zweiten Viertel fand auch Rheinhausen in die Partie, nutze Fehler bei Hannover, auch versucht durch einige Wechsel, um sich auf 4:5 heran zuarbeiten. Im dritten Viertel konnten die Sharks den Vorsprung weiter ausbauen und zwar auf vier Tore zum zwischenzeitlichen 10:6 – da schien alles in die richtige Richtung zu laufen.
Doch Rheinhausen kämpfte sich, “auch durch unsere individuellen Fehler”, so Haie-Trainer Mike Bartels, wieder auf 9:11 heran. Doch dann startete der Gastgeber noch einmal den Turbo und spielre die Partie mit 14:11 sicher nach Hause. Dabei zeigte Torhüter Kevin Götz, der das erste Mal nach längerer Verletzungspause wieder im Einsatz war, wie wertvoll er für seinen Verein sein kann.
Norddeutsche verkraften Abgang dreier Stützen
Auch Poseidon Hamburg (Absteiger aus der Gruppe B der DWL) gewann mit 26:7 (4:3, 7:2, 7:0, 8:2) sein Pokal-Heimspiel in gegen den VfB Friedberg (Hessen) klar und deutlich. In der sanierten Schwimmhalle des Landesleistungszentrums Dulsberg meldeten die Hanseaten damit ihre Ambitionen auf den sofortigen Wiederaufstieg in die DWL an.
Rasmus Thönnessen erzielte die ersten zwei Treffer der neuen Saison in der ansprechenden Umgebung, die zudem rund 50 Zuschauer anlockte. Im Duell der beiden Zweitligisten hielt der gast aus Hessen das erste Viertel beim 4:3 noch offen. Im zweiten Abschnitt gelang den Hessen sogar noch der glückliche 4:4 Ausgleich durch Ilja Scerbinin, bevor der SV Poseidon mit starkem Spiel auf 11:5 (2. Viertel) davon zog. Die Partie war so früh zu Gunsten der ambitionierten Hamburger Mannschaft entschieden.
Nach der Pause demonstrierten die Norddeutschen , wie gut der Kaders, trotz des Wegganges drei Führungsspieler nach Hannover, in der Breite für die neue Sasion aufgestellt ist. Ohne fünf Stammspieler der ersten Sieben, spielte Hamburg die sich mühten Friedberger mit einem 15:2 im dritten und vierten Viertel förmlich an die Wand. Deutlich zeigte das Team die spielerischen Fortschritte, die mit Training auf “DWL-Niveau” erreicht wurden. Tom Völkel (6 Treffer) und Philipp Barenfeld (5) waren an diesem Abend am treffsichersten in einer Hamburger Mannschaft in der jeder zumindest ein Tor zum Sieg beisteuerte.
Trainer Lutz Müller kommentierte: „Hier war zwar noch nicht alles Gold was glänzt, aber der Weg zum Nordtitel geht nur über uns – da bin ich mir sicher. Zusätzlicher Anreiz ist natürlich die Aussicht auf ein DWL-Aufstiegsturnier im vereinseigenem Freibad Olloweg – lasst uns hart arbeiten“, beschwor der Coach sein Team in der Stunde des Erfolgs.
Die Hessen, immerhin 6. der letzten Zweitligasaison im Süden kamen nach dem Seitenwechsel jedoch völlig unter die Räder. Das Spiel war längst entschieden. Es stand jetzt 11:5 und Poseidon spielte seine Überlegenheit gekonnt aus. Darunter waren viele sehenswerte Tore und Spielzüge. Dies sorgte für rundum zufriedene Gesichter auf den Zuschauerrängen.
Angesichts des nicht vollständigen Kaders bedingt durch mehrere Ausfälle, in der Start-Sieben standen lediglich drei Spieler der abgelaufenen Bundesligasaison, war es ein gelungener Auftakt. Die Neuzugänge und die zahlreichen Jugendspieler bilden schon eine Einheit. Als wirklicher Gradmesser taugt das Spiel wenig denn in der Saison warten wahrlich schwerere Gegner.
Schon am nächsten Wochenende gibt es Gelegenheit, gegen starke Gegner zu testen Die Mannschaft reist nach Plauen im sächsichen Vogtland und nimmt an einem Trainingsturnier teil.
Statistik Turbo-Cup, 2. Runde
Wasserfreunde Fulda – SpVg Laatzen 8:13 (4:3, 0:5, 4:1, 0:4)
Wfr. Fulda mit: Nikolas Hohmann – Darius Kutscha – Balasz Borbely (2 Tore), Phillip von Keitz, Johannes Gebhardt, Dominik de Beisac, Tarek Bary (2), Alexander Hörl (1), Marc Ritzel, Marvin Hohmann (3), Steffen Hoffmann, Joszef Katona und Phillip Müller. Trainer: Andreas Hohmann/Volker Schunke.
SpVg Laatzen mit: Hendrik Meyer – Jörn Knauer, Tobias Müller, Michael Hindemith, Jan Wirszins (1), Torebn Röttger, Michael Hahn (4), Björn Richter (2), Ramon Dohle (2), Jens Möller (3), Alexander Hachmeister und Robin Kaiser (1). Trainer: Holger Rähse/Carsten Stegen.
Schiedsrichter: Phillipe Knall und Rainer Spiegel.
White Sharks Hannover – SV Rheinhausen 14:11 (4:1, 1:3, 5:2, 4:5)
WS Hannover mit: Kevin Götz, Igor Cacalinec (4 Tore), Sebastian Scherp, Lukas Diercks-Frank (1), Attila Demir (1), Christos Diamantidis, Lukas Deike (3), Jobst Lange (1), Gilbert Schimanski, Niklas Ahlert (1), Jan Bakulo (3), Dominik Schimanski. Trainer: Mike Bartels.
SV Poseidon Hamburg – VfB Friedberg 26:7 (4:3, 7:2, 7:0, 8:2)
SV Poseidon Hamburg: Dejan Soldat (Tor) – Rando Meister (2 Tore), Rasmus Thönnessen (4), Philipp Barenberg (5), Niklas Schmidt (1), Mathias Goritzka (4), Guy Rossini (2), Tom Völkel (6), Jordan van Norman (1), Simon Lohrer (1) und Hannes Helm. Trainer: Lutz Müller.
VfB Friedberg: Kai Uwe Grüning, Olaf Vetter (1), Henry Diez, Ilja Scerbinin (2), Oliver Roth, patrice Hüth (1), Robert Duch, Tobias Hahn (1), Florian Hondrich (1), Dennis Scholl und Oliver Habrich (1).
Schiedsrichter: Ralf Rainer Frank und Harry Alexe (Berlin)
Qellen: anschulz/Diercks/Delissen


















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