Nach 7 Jahren international erster Auswärtssieg erhofft
Champions League: Achtelfinale heute in Novi Sad – DWL-Bericht

Einschwören für einen großen Augenblick: Spandau 04 will einen Sieg heute Abend in Novi Sad. Foto: Ralf Fischbach
„Das ist aber jetzt unser Ziel“, sagt Manager Peter Röhle vor der Reise auf den Balkan, wo die Wasserfreunde heute Abend, 19 Uhr auf die Nummer 2 aus dem Land des aktuellen Vizeweltmeisters und des Weltchampions von 2009 treffen. Allein das schafft schon Ehrfurcht vor der Schwere der Aufgabe. „Aber es gibt keine Angst vor großen Namen. In der Deutschen-Wasserball-Liga zeigte sich das Team beim 21:5 in Würzburg zuletzt in Spiellaune, und das ohne Andreas Schlotterbeck, auch, wenn das natürlich kein Maßstab für die Herausforderung heute ist“, so Röhle.
„Es wird super schwer“, formuliert er drastisch, hängt aber auch mutig und selbstbewusst an: „Wenn es in unserer Gruppe mit den Kroaten von Jug Dubrovnik und Mladost Zagreb sowie Novi Sad einen Kontrahenten gibt, gegen den wir punkten können, wollen und müssen, dann sind es die Serben.“
Beide Teams haben am ersten Spieltag zuhause verloren. Spandau nach überwiegend guter Leistung gegen den hohen Favoriten Dubrovnik überraschend knapp mit 8:9, Novi Sad gegen Zagreb deutlich 9:14. „Die wollen natürlich diese Scharte unbedingt auswetzen, um sich noch eine Chance zu erhalten“, prognostiziert Peter Röhle. Nur die beiden Ersten des Quartetts ziehen nach Hin- und Rückspielen in das Viertelfinale der besten Acht. Viel hängt von der Tagesform ab. Das enge Dubrovnik-Match darf dabei zu keinen Fehlschlüssen führen. „Wir sind auch in Novi Sad bestimmt kein Favorit. Dass wir gegen Jug in der ersten Saisonpartie überhaupt auf Augenhöhe gespielt haben, lag wohl auch daran, dass uns die Kroaten ein wenig zu leicht genommen haben.“
Gleichwohl aber bekundet 04-Trainer Novoselac: „Wir fahren nicht nach Serbien, um die Punkte abzuliefern. Ein Auswärtssieg in der Champions League wäre ein gutes und hilfreiches Zeichen für unsere längerfristige Zielstellung, uns in der internationalen Spitze zurückzumelden.“ Bis auf den noch verletzten Abwehrspezialisten Florian Naroska können die Wasserfreunde in Bestbesetzung bei
VK Vojvodina Novi Sad antreten, das in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions Leaague u.a. Vizemeister ASC Duzisburg (10:6) ausgeschaltet hatte.
In Würzburg wieder besser aufgestellt
Würzburg. Nichts zu holen gab es für die Wasserballer des SV Würzburg 05 am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den Deutschen Rekordmeister Spandau Berlin. Die Würzburger waren chancenlos und verloren am Ende deutlich mit 5:21. Allerdings wäre alles andere als eine Niederlage auch eine riesige Überraschung gewesen.
Immerhin hielt die Mannschaft von Trainer Jürgen Helmschrott, die mit 1:0 in Führung gegangen war, im zweiten und dritten Viertel gut mit. „Letztlich würden die Berlin auch etwas falsch machen, wenn sie uns mit doppeltem Trainingsaufwand nicht besiegen würden“, so Helmschrott, der aber auch einiges Positives aus dem Spiel mitnimmt. „Keine hat sich versteckt, jeder hat vorne probiert, Verantwortung zu übernehmen und zu treffen.“
Ärgerlich war aber, dass die 05er zu viele Gegentreffer nach Kontern kassierten. Bester Spieler der Gastgeber war Neuzugang Glenn Robinson. Der englische Nationalspieler erzielte drei Treffer. Außerdem trafen Stefan Försch und Dominik Fries für die Gastgeber, die am kommenden Wochenende in Potsdam ihre ersten Punkte holen wollen.
Statistik:
SV Würzburg 05 – Spandau 04 Berlin 5:21 (1:7, 1:2, 3:5, 0:7)
Würzburg mit: M. Försch, Krauß – Fries (1), Bruch, Urkiaga, Langguth, Stier, Kristandt, Robinson (3), Packenius, A. Försch (1), S. Försch, Fleck.
Spandau mit: Tchigir – Jüngling, Bukowski (2), Schrödter (1), Schulz, Gietz (2), Politze (6), Bolovic (1), Miers, Marcovic (1), Oeler (4), Eidner (2), Stamm (2).
DWL-Beobachter: Jens-Uwe Hauser
Schiedsrichter: Neugebauer/Blume.
“Spieler des Tages”: ?????
Spielort: W.-Adami-Bad, Würzburg
Persönliche Fehler: ?/?
Zuschauer:100.
Quelle: SV Würzburg (Homepage)


















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