Süd-Berliner untermauern Spitzenposition im Osten
OBE, Jugend E: Schiedsrichter nach Endturnier unter Polizeischutz

Die E-Jugend der SG Neukölln Berlin wurde zum zweiten Mal Ostdeutscher Meister. Foto: Angela Schoubye (SGN)
Damit konnten die Süd-Berliner nach dem Gewinn des DSV-Pokals in dieser Altersklasse im Juni diesen Jahres, ebenfalls in Plauen, nun den Ost-Titel sichern und das zum 2. Mal nach 2006. Es war die insgesamt achte Ausspielung der Ostdeutschen Bestenermittlung/Meisterschaft in Folge. Ausrichter und Titelverteidiger SVV Plauen belegte Platz 2, gefolgt vom OSC Potsdam, dem SC Chemnitz von 1892 und der HSG TH Leipzig.
Ergänzungen aus Sicht des OSC
Nach dem unglücklichen fünften Platz im Vorjahr erkämpfte der OSC Potsdam den Bronzerang bei den ostdeutschen Meisterschaften. In Plauen unterlag das Team von Trainer Gregor Karstedt der SG Neukölln 4:12 (0:2, 2:2, 1:3, 1:5) und dem SVV Plauen 5:9 (1:2, 2:1, 2:1, 0:5). In den entscheidenden Partien um die erhoffte Medaille blieben die Potsdamer Knirpse gegen die HSG TH Leipzig mit 15:6 (4:0, 5:1, 6:1, 0:4) und den SC Chemnitz mit 4:3 (0:0, 1:1, 2:1, 1:1) siegreich.
„Die Jungs haben fantastisch gekämpft“, lobte Trainer Karstedt. „Gerade im letzten Spiel gegen Chemnitz haben die Kinder noch einmal alle Reserven mobilisiert.“ Der dünne Vorsprung in der Tordifferenz des SC Chemnitz (+2) gegenüber dem OSC (-3) vor der Partie forderte einen Sieg der Havelstädter, um zu Bronze zu kommen und das gelang beim 4:3.
Auch gegen die hoch favorisierten Teams aus Neukölln und Plauen zeigten sich die Karstedt-Schützlinge stark verbessert. Gegen den späteren Titelgewinner aus Berlin lag der OSC zur Halbzeit gerade einmal 2:4 zurück, verlor die zweite Halbzeit dann aber mit 2:8 klar. Den Hausherren trotzte der OSC bis ins letzte Viertel hinein, lag vor dem Schlussabschnitt sogar 5:4 in Front. Bei sichtbar schwindenden Kräften unterlagen die Potsdamer allerdings noch 5:9. Mühelos hingegen gestaltete sich die Eröffnungspartie gegen Leipzig, die mit 15:6 klar an den OSC ging.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung in der Mannschaft“, so Karstedt. „Besonders freue ich mich, dass wir Harry Volbert eine Medaille mitbringen können.“ Der 79-Jährige, der zusammen mit Karstedt die E-Jugend des OSC trainiert, konnte nicht mit nach Plauen reisen. (AL)
Nach dem Endrundenturnier um die Ostdeutsche Meisterschaft der Jugend E in Plauen erlebten der Turnierleiter und zwei der beteiligten Schiedsrichter auf der Zugfahrt nach Hause eine Situation der besonderen Art: Am Plauener Bahnhof wartete die Polizei und begleitete die Schiedsrichter zuerst in den Zug und blieb dann auch auf der Fahrt zum Leipziger Hauptbahnhof immer an deren Seite.
Glücklicherweise stand dieser Polizeieinsatz aber nicht im Zusammenhang mit dem Wasserballturnier, die Heimreisenden hatten ohne besseren Wissens leider einen Regionalzug gewählt, den auch rund 200 Fußballfans des Halleschen FC nach dessen Auswärtsspiel in der Regionalliga Nord beim VFC Plauen benutzen. Da die Hallenser dieses Spiel mit 1:0 gewannen, waren die Fans entspannt und es kam zu keinen unangenehmen Situationen.


















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