Die letzte Hoffnung heißt Berliner Bäder-Betriebe…
DM-Endrunde, Ju B: Spandau und Neukölln bemühen sich ernsthaft
Mülheim/Berlin. Die Endrunde zur Ermittlung des deutschen Meisters der männlichen B-Jugend, die bereits zweimal verschoben wurde, könnte nun doch am zweiten Dezember-Wochenende vom 9. bis 11. Dezember und zwar in Berlin ausgerichtet werden. Das haben heute Vertreter der sich um die Ausrichtung bemühenden Vereine von den Wfr. Spandau 04 Berlin sowie der SG Neukölln Berlin im Gespräch mit Deutschland-Wasserball.de bestätigt. Der Berliner Schwimmverband (BSV) hat auf seiner jüngsten Sitzung letzten Donnerstag zudem den Willen zur offiziellen Ausrichtung bekundet und das auch DSV-Jugendsachbearbeiter Dietmar Niechcial (Mülheim) in einer ersten Bewerbung mitgeteilt.
Demnach will der BSV nun auch alle anderen (Nachwuchs-)Spiele und Spiele im Bereich des BSV, die an diesem Wochenende in der Schöneberger Sportl- und Lehrschwimmhalle geplant waren, verschieben. So scheint zumindest die Gefahr gebannt, dass die Kür des Titelträgers gänzlich entfallen muss – was natürlich für den deutschen Wasserball-Nachwuchs der Jahrgänge 1994 und jünger und den Wasserball schlechthin eine Katastrophe wäre.
Wie Thomas Meißner (Wfr. Spandau 04 Berlin), einer der fleißigen Mitorganisatoren, deutlich macht, steht aber die abschließende Zusage der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) noch aus. Speziell geht es um (noch) fehlende Hallenzeiten am Freitagabend sowie am Sonnabendvormittag, die aber für die 15 Spiele umfassende Endrunde der B-Jugend DM auf jeden Fall gebraucht werden. Eigentlich sollte bis diesen Montag bei BBB eine entsprechende Entscheidung fallen – ist aber bis zum heutigen Mittwoch, Stand 17 Uhr, noch nicht.
“Wir sind froh das BSV und die Berliner Bäderbetriebe unser gemeinsames Ansinnen grundsätzlich unterstützen. Ich fahre heute noch nach Schöneberg, um endlich das letzte “grüne Licht” zu bekommen”, hofft Meißner, zumal die Organisation nun immer schwieriger wird, da den beiden Berliner Vereinen, die sportlich jeweils auch eine Mannschaft in die Endrunde gebracht haben, immer mehr die Zeit davon läuft. Gilt es doch ein Championat zu organisieren, was diesen Namen dann auch verdient hat: nämlich Deutsche Meisterschaft der besten sechs Mannschaften aus Deutschland und das auf hohem Niveau.
Doch je länger die Entscheidungsfindung dauert, um so schwerer wird es für die Vereine alles nach besten Möglichkeiten aus dem Boden zu stampfen, zumal es da auch sehr schwer wird, für dieses Event notwenige Sponsoren eher kurzfristig zu finden. Eigentlich hatten die Berliner Vereine bereits den Termin 16. bis 18. Dezember zur Ausrichtung unter dem Hut gehabt, wie Thomas Meißner verdeutlicht – alles sei geklärt gewesen. Doch da bekamen sie ungewollt Konkurrenz aus dem eigenen Lager: Die Herrennationalmannschaft wich auf Grund optimaler Bedingungen in der Bundeshauptstadt für das zweite Weltligamatch gegen Mazedonien auf Berlin aus. Und da der Spieltag, so Teammanager Michael Zellmer, von Fina vorgegeben sei, habe man keine Alternative gehabt
Das Problem der Ausrichtung ist nicht neu: Bereits 2009 hatte die Endrunde der männlichen C-Jugend terminlich verlegt werden müssen, da sich erst keine Verein fand. Doch im zweiten Anlauf war die WU Magdeburg in die Bresche gesprungen, die am ersten Termin keine ausreichenden Wasserzeiten zur Verfügung gehabt hatte und dann aber ein tolles Event dank Christopher Bott und seiner vielen Helfer aus dem Hut zauberte. Auch die Berliner glauben, dass sie um die nicht abzusetzenden drei Spiele der DWL und der 2. Liga Ost einen soliden Zeitplan für die 15 Meisterschaftsspiele bauen können, auch wenn es nicht ganz einfach wird.
Das Problem der Wasserflächen über drei Tage und verteilt auf Minimum 15 Stunden, aber insbesondere der auch enorm gestiegenen Kosten lässt die Vereine immer mehr ins Taumeln geraten, gerade die Schiedsrichterkosten/Turnierleiterkosten, die Jugendturnier wurden an DWL angepasst, lassen den einen oder anderen Verein zurückschrecken, zumal auch noch nicht unerhebliche Reisekosten hinzu kommen – Generell gilt es, sicher über die Verteilung der Kosten neu nachzudenken und vor allem den ausrichtenden Verein finanziell zu entlasten und sowie die reisenden Vereine und auch das FG Wasserball des DSV stärker in Pflicht zu nehmen und selbst einen (Unterstützungs)-Anteil zu zahlen – auch das kann Jugendförderung sein.


















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