Landesschwimmverband Brandenburg hat Nase vorn
12. Kalle-Albrecht-Pokal: Sachsen auf Platz zwei vor Berlin
Gera/Berlin. Der Landesschwimmverband Brandenburg(LSV) gewinnt bei der 12. Ausspielung zum 1. Mal den Kalle-Albrecht-Pokal. Er löst den Berliner SV ab, der zuletzt fünfmal in Serie Gewinner des Vergleichs der D-Jugend Auswahlmannschaften der fünf Landesschwimmverbände der Landesgruppe Ost war und bereits achtmal Mal als Sieger auf dem Sockel des ewigen Wanderpokals eingraviert wurde. Platz 2 ging an die sächsische Auswahl und Platz drei an den Landesschwimmverband Berlin. Vierter wurde bei der erstmaligen Teilnahme Thüringen, während Sachsen-Anhalt nicht gemeldet hatte.Erstmals nahm auch der Thüringer SV an diesem Vergleich teil und richtete, vertreten durch den VfL 1990 Gera, das Turnier im Hofwiesenbad in Gera aus. Auf Grund der Nichtmeldung des LSV Sachsen-Anhalt wurde das Turnier aber wieder nicht mit der Maximalzahl von fünf Mannschaften durchgeführt, sondern, wie in den letzten Jahren üblich, wieder nur mit vier Teams.
Die verantwortlichen Trainer aus Brandenburg, Berlin und Sachsen nutzten dieses Turnier als letzte Vorbereitung für die am kommenden Wochenende stattfindende Endrunde der Deutschen Meisterschaft der Jugend D im vogtländischen Plauen, für die sich mit dem OSC Potsdam, den Wasserfreunden Spandau 04 Berlin, dem SC Wedding Berlin und dem Gastgeber SVV Plauen gleich vier Vertreter der Landesgruppe Ost qualifiziert haben.
Interessant in dem Zusammenhang, dass der LSV Brandenburg ausschließlich von Spielern des OSC Potsdam vertreten wurde und vom Trainergespann Philip Uhlig und Dennis Richter betreut wurde. Der Berliner SV unter Trainer-„Urgestein“ Gerhard Thiedke und Assistent David Skillen schickte eine Mannschaft aus sieben Spandauern und sechs Weddingern nach Gera, und der Sächsische Schwimm-Verband trat mit Ausnahme von zwei Spielern, die aus Leipzig und Chemnitz kamen, nur mit der Plauener Mannschaft unter Trainer Torsten Schmidt an. Bei Thüringen kamen die Spieler vom Erfurter SSC, der SG Gotha/Arnstadt, vom SV Sömmerda und vom Eisenacher SSV und wurden von Fabian Wucholt und Leslie Schmidt gecoacht.
Schon am Sonnabend wurde klar, dass Brandenburg und Sachsen die Sache unter sich ausmachen würden, da die Berliner heuer nicht die ganz große Qualität hatten, um den Pokal mitzuspielen oder gar zu gewinnen, wie die Jahre zuvor. Zwischen Sachsen und Brandenburg entwickelte sich am Sonnabendabend ein heißes Gefecht, welches die Potsdamer am Ende knapp mit 14:13 für sich entscheiden konnten. Zuvor hatten die Sachsen, genauer gesagt die Vogtländer, das Duell gegen Berlin mit 20:8 gegen Berlin überraschend deutlich für sich entschieden. Thüringen musste bei seiner ersten Teilnahme noch kräftig Tribut zahlen, konnte gegen die drei Spitzenteams in nationalen Bereich, nur Niedersachsen und mit Abstrichen NRW dürften noch so ähnlich starke Auswahlteams haben, nichts bestellen kassierte immer hohe Niederlagen.
Der Kalle-Albrecht-Pokal wurde erstmals 2000 ausgespielt und zu Ehren des 1999 im Alter von 72 Jahren verstorbenen Gerhard (Kalle) Albrecht vom Berliner Schwimmverband als ewiger Wanderpokal ausgelobt. Albrecht gehörte in den fünfziger Jahren zu den besten Wasserballern der DDR und war für seine enorme Wurfkraft berühmt. Der gebürtige Berliner stand nach seiner aktiven Laufbahn bis zu seinem Tod als Übungsleiter und Trainer am Beckenrand, ungezählt sind die Stunden, die er dem Nachwuchs widmete, ob in Weißensee, Treptow, Schöneweide und dann nach 1990 in Neukölln und vor allem beim SC Wedding. “Kalle” war ein Praktiker, lebte von seinem Erfahrungsschatz und genoss allseits höchstes Ansehen, weil er als Trainer stets zuverlässig und einsatzbereit war und unter ihm viele Talente entwickelt wurden.
Die Sieger seit 2000:
2000 Sächsischer SV 2001 Sächsischer SV 2002 Berliner SV 2003 Berliner SV 2004 Berliner SV 2005 LSV Sachsen-Anhalt 2006 Berliner SV 2007 Berliner SV 2008 Berliner SV 2009 Berliner SV 2010 Berliner SV 2011 LSV Brandenburg



















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