White Sharks lassen nichts anbrennen – B-Meister 2011
DM, Ju B: Silber für Spandau – Bronze zum ASC Duisburg
Berlin. Der Meister von 2010 ist auch der Meister 2011 in der männlichen Jugend B. Bei der 34. Endrunde in Berlin konnten sich die die White Sharks Hannover das zweite Mal in Folge durchsetzen. Damit gewann der vor fünf Jahren neu gegründete Verein aus Niedersachsen seinen bereits 10. nationalen Titel (6 x Meister, 4 x Pokalsieger) – was für eine stolze Bilanz.
Das Team von Mike Bartels/Jörg Deike wurde ungeschlagen Deutscher Meister 2011, war den anderen Mannschaften, auch Spandau 04 Berlin und ASC Duisburg in allen Belangen überlegen. Nicht nur schwimmerisch, sondern auch von Spielanlage und Spielwitz her, und ein weiteres Plus war der ausgeglichen besetzte Kader der Niedersachsen.
Platz zwei sicherte sich verdientermaßen Gastgeber Wfr. Spandau 04 berlin. Sie startene schwach ins Turnier, konnten sich abgesehen vom Potsdam-Spiel, aber dann Spiel für Spiel steigern, bekamen aber beim 7:11 gegen die White Sharks ihre Grenzen aufgezeigt. Zwischenzeitlich hatten sie bereits nach einer 2:1-Führung mit 3:9 zurück gelegen. Nach der Umstellung auf Pressing lief es dann etwas besser, zu einem Sieg reichte es aber für das Stefan Pieske/Uwe Teichmann/Thomas Meißner-Team nicht mehr. Damit war der Einlauf auf den ersten zwei Plätzen identisch wie in der Jugend C bei den gleichen Altersklassen 2009 in Magdeburg.
Platz drei ging an den ASC Duisburg, der ebenfalls große Mühe gegen Potsdam (8:7) hatte, gegen Meister und Vizemeister aber noch keine wirkliche Lösung parat hatte. Platz 4 von der SG Neukölln Berlin täuscht nach schwachen Auftritten gegen die drei Top-Teams etwas hinweg über das wahre Leistungsvermögen. Schwächen offenbarten die Chiru-Schützlinge vor allem in technischer Natur, und bei den spielerischen Ideen. Die Frage wird sein, da auch sie altersmäßig kaum Aderlass zu verzeichnen hat, wie entwickelt sich die Mannschaft, die 2010 Deutscher Vizemeister in der Jugend C war, in der neuen Saison unter dem Trainerduo Chiru/Thurow weiter.
Das Überraschungsteam, auch wenn es sich am Platz noch nicht ablesen lässt, war Potsdam, die bis auf gegen Hannover, allen anderen Paroli boten. Der C-Meister aus 2011 mit Trainer André Laube/Peter Driske/Marc Langer bleibt komplett zusammen, und hat auch kommende Saison alle Chancen wie der ASC Duisburg (ein Abgang), Neukölln Berlin (drei Abgänge) und mit kleinen Abstrichen die WS Hannover (fünf Abgänge) ganz weit vorne Mitzuspielen.
Spandau muss komplett neu aufbauen, neun Spieler scheiden aus Altersgründen aus. Sprecher Ralf Fischbach, der alle drei Tage im wahrsten Sinne des Wortes den “ganzen Mund voll” zu tun hatte, stellte fest: “Das Niveau der ersten drei Teams war wirklich hoch, und auch das junge Potsdamer Team wusste zu gefallen, Neukölln mit Abstrichen. Kommendes Jahr wird es sicher ein noch höhrers Niveau geben”, ist er als Kenner der deutschen Nachwuchsszene überzeugt.
Das träfe irgendwie auch auf den Sechsten, den SV Lünen (Platz 6) zu, der auch nur zwei 94er Kader in seinen Reihen hat, sonst so weiter speieln könnte. Die Frage wird aber sein, ob die Westdeutschen die Talente Schnabl, Borgschulze oder Feldmann auch wirklich halten können und wie sich dann die Mannschaft unter der Regie Sebastian Bell/Kevin Götze und Alexander Kampmann entwickeln kann/wird. Erfahrungsgemäß zieht es im Westen Talente meist zu größeren Klubs.
Ein dickes lob gehet nach spandau und neukölln, die aus der Not heraus die schon zweimal verlegte 34. Endrunde kurzfristig ausrichten konnten, sonst wäre, und das wäre eine unrühmliches Novum und eine Katastrophe zugleich gewesen, die Endrunde ersatzlos ausgefallen.
Alle Ergebnisse der Endrunde und die Tabellen findet ihr hier!


















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