Röhle: “Zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht”
Champions League: Heute Klassiker gegen HAVK Mladost Zagreb
Berlin. heute um 20 Uhr steht für die Wfr. Spandau 04 Berlin in der Schwimmhalle Berlin-Schöneberg die letzte Partie in 2011 in der Champions League auf der Agenda. Dann treffen die Wasserfreunde in der Gruppe B zum Auftakt der Rückrunde auf das kroatische Team von Mladost Zagreb, den aktuellen Zweiten der Vierer-Tabelle hinter Jug Dubrovnik. Dahinter liegen punktemäßig gleichauf Spandau 04 und VK Vojvodina Novi Sad, mit je einem Zähler, das aus dem 6:6 beim Gastspiel der Berliner in Serbien stammt.
Spandau hat noch zweimal Heimvorteil – heute Abend gegen Zagreb und am 8. Februar gegen Novi Sad, ehe beim Auswärtsmatch am 25. Februar in Dubrovnik die Vorrunde zu Ende geht. Die beiden Gruppen-Ersten ziehen ins Viertelfinale, an dem die Wasserfreunde letztmals in der Saison 2002/2003 teilnahmen und dann sogar Vierter im hochkarätigsten europäischen Wettbewerb wurden.
„In den bisherigen drei Spielen haben wir jeweils gut mitgehalten, aber stets zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht, als es darauf ankam“, sagt Manager Peter Röhle. Nur mit einem Tor Differenz verloren die Spieler um Kapitän Marc Politze beim Heim-Auftakt gegen die Stars von Jug Dubrovnik, dann folgte das 6:6 in Novi Sad, schließlich ein 6:11 im Hinspiel in Zagreb, wo bis zum letzten Viertel auf Augenhöhe mitgehalten wurde.
„Wenn wir noch eine Chance auf einen der beiden zwei Gruppen-Ränge haben wollen, müssen wir in den folgenden zwei Heimspielen siegen“, glaubt Peter Röhle. Und er ist überzeugt, dass das auf jeden Fall möglich ist und ergänzt: „Das sind keine Übermannschaften, auch Mladost lebt nur von wenigen großen Namen und von der Geschichte. Wir müssen keine Angst haben, sondern müssen einfach nur an unsere Grenzen gehen, dann können wir auch das Becken als Sieger verlassen.“
Röhle meint, dass das vor allem auch eine „Kopfsache“ ist. „Den ersten Schritt haben wir schon gemacht. Wir hatten in allen drei Partien eine realistische Chance auf den Sieg. Jetzt kommt es darauf an, den zweiten Schritt zu tun und diese Chance zu nutzen. Dann ist auch der zweite Platz unserer Gruppe möglich.“
Die Duelle zwischen dem Deutschen Serienmeister und Mladost zählen in der europäischen Vereinsgeschichte zu den Klassikern, weil beide Mannschaft seit über 30 Jahren kräftige Schlagzeilen in der Wasserball-Chronik schreiben. Sieben Mal hat Mladost den Meister-Europacup gewonnen, Spandau vier Mal. 2001 gewann Mladost die LEN Trophy, 2010 wurden sie im Final Four der Champions League Dritter.
„Psychologisch sind wir ein wenig im Vorteil. Wir haben nichts zu verlieren, für Zagreb wäre ein Vorrunden-Aus eine Schmach“, so Röhle. Spandau kann – bis auf den nach längerer Verletzung noch nicht wieder völlig fitten Centerverteidiger Florian Naroska – seine beste Besetzung aufbieten.
Auch nach dem letzten internationalen Spiel des Jahres auf Vereinsebene gibt es für die meisten Spandauer keine Weihnachtspause: Für fast ein Dutzend von ihnen steht die Vorbereitung auf die EM in Eindhoven (16.-29. Januar 2012) an. Das nächste DWL-Spiel bestreiten die Wasserfreunde aber erst am 4. Februar in Hannover, das nächste Heimspiel am 11. Februar gegen Bayer 08 Uerdingen.


















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