EM-Revanche lässt Kroatien als Sieger strahlen
Weltliga, Männer: Deutschland – Kroatien 6:11 (2:3, 1:2, 2:3, 1:3)
Magdeburg. Die Männer-Nationalmannschaft hat in der Gruppenphase der Weltliga vor ausverkauften Haus in Magdeburg gegen den WM-Dritten und EM-Neunten Kroatien mit 6:11 und damit auch die EM-Revanche verloren. Mit der zweiten Niederlage der Deutschen im dritten der nur vier Vorrundenspiele ist die Gruppe B bereits entschieden und Kroatien steht in dem Dreierfeld vorzeitig als Gruppensieger fest. Damit schaut Deutschland wieder zu, wenn die Südeuropäer zum Weltliga-Finale, das vom 12. bis 17. Juni im zentralasiatischen Almaty (Kasachstan) stattfindet, reisen. Die Partie in Mazedonien im März ist damit fast bedeutungslos. Damit zeigte sich einmal mehr, dass die Deutschen bei allen Fortschritten, auch mit dem Heimvorteil im Rücken, nicht durchgängig auf höchstem Niveau spielen können. Ist Olympia nun doch in Gefahr?
Im MDR-Fernsehen meinte Stamm auf dieses Frage: „Nur wenn wir mit 120 Prozent spielen, haben wir gegen Kroatien eine Chance. “Er wertete diese Partie vor den weiteren Saisonhöhepunkten aber auch nicht als Rückschlag. „Wir brauchen mit Blick auf Olympia keine Angst zu haben“, sagte der Berliner, ergänzte aber einen uwichtigen Punkt: „Aber dann müssen auch alle einsatzfähig sein in Edmonton.“ Vom 1. bis 8. April 2012 wird dort die letzte mögliche Olympiaqualifikation in Kanada dort gespielt.
Vor 700 Zuschauern zeigten sich die Spieler von Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) und Kapitän Marc Politze (400. Länderspiel) zwar kämpferisch, konnten jedoch im Abschluss nicht an die soliden EM-Auftritte aus Eindhoven anknüpfen. So setzte sich der entthronte Europameister aus Kroatien Tor um Tor ab und erzielte einen doch recht hohen Auswärtssieg. Durch die Niederlage hat das Wasserball-Team Deutschland nun keine Chance mehr, sich für das Weltliga Super-Final im Juni 2012 zu qualifizieren. Aus deutscher Sicht ist dieses insofern schade, da diesmal lediglich drei europäische Teams auf der Achter-Endrunde vertreten sind und damit die Chance auf eine wirklich gute Platzierung bestanden hätte.
Der Bundestrainer attestierte seinem Team nach dem Match trotz der deutlichen Niederlage eine ordentliche Leistung: „Um gegen Kroatien gewinnen zu können, müssen wir 120 Prozent unserer Leistung bringen, das haben meine Jungs heute nicht geschafft. Ansonsten hatten wir aber noch zahlreiche gute Möglichkeiten, so dass der kroatische Sieg sicherlich um einige Tore zu deutlich ausgefallen ist. Wir konzentrieren uns ab sofort auf die erfolgreiche Olympia-Qualifikation im April in Edmonton!“ die wird vom 1. bis 8. April in Kanada gespielt, Deutschland ist als EM-Fünfter für dieses Turnier qualifiziert. Vieles deutet dabei auf die Teilnahme von sieben europäischen, zwei asiatischen und drei Teams aus Nord- und Südamerika hin. Genaues kann man erst nach dem Meldeschluss bei der FINA sagen.
Statistik:
Deutschland – Kroatien 6:11 (2:3, 1:2, 2:3, 1:3)
Deutschland mit: Alexander Tchigir – Tim Wollthan, Fabian Schroedter, Julian Real (1 Tor), Hannes Schulz, Marc Politze (2), Erik Bukowski, Paul Schüler (1), Dennis Eidner (1), Maurice Jüngling, Moritz Oeler (1), Sven Roeßing, Roger Kong (ohne Einsatz). Trainer: Hagen Stamm/Co-Trainer: Nebojsa Novoselac.
Kroatien mit: Josip Pavic – Damir Buric, Miho Boskovic (2 Tore), Niksa Dobud (1), Maro Jokovic (3), Petar Muslim (1), Frano Karac, Andro Buslje, Sandro Sukno (3), Samir Barac (1), Fran Paskvalin, Paolo Obradovic, Ivan Buljubasic. Trainer: Ratko Rudic.
Fina-Beobachter: Nicolaie Firoiu (Deutschland)
Schiedsrichter: Naumov (Russland), Colominas (Spanien).
Spielort: Dynamo-Schwimmhalle, Magdeburg.
Zuschauer: 700.
Persönliche Fehler: 9/11.


















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